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20 Jahre Stiftungsboom

Auf dem Weg zu einem neuen Stiftungswesen?

Dr. Rupert Graf Strachwitz © Foto: privat
Die Stiftungsreform wurde offenbar politisch übers Knie gebrochen und hat viel Kritik auf sich gezogen. Doch Stifter und Stiftungen müssen jetzt damit umgehen. Hinweise, was sie tun können, gibt in seinem Gastbeitrag zum Stiftungsreport 2021 der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz der Vorsitzender des Vorstandes der Maecenata Stiftung und Direktor des Maecenata Instituts Dr. Rupert Graf Strachwitz.

Spätestens seit den späten 1990er Jahren wurden Stiftungen in Deutschland vom Staat privilegiert. Der Grund dafür schien zu Beginn ganz einleuchtend: Angesichts einer angespannten Haushaltslage und zusätzlicher Belastungen durch den Aufbau Ost und hohe Arbeitslosigkeit glaubte man allen Ernstes, Stiftungen könnten einen nennenswerten Beitrag zur Finanzierung von Staatsaufgaben leisten. Die Gründung neuer Stiftungen wurde daher mit steuerlichen Anreizen gefördert – nicht ohne Erfolg: Die Zahl der Neugründungen stieg im 1. Jahrzehnt des neuen Jahrtausends steil an.

Wahrscheinlich hatte der Staat dabei noch etwas anderes im Sinn: Angesichts

 
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