Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2408
Umweltschützer laufen Sturm

Gas-Abfackeln ist mit Abstand am billigsten

Erdgas lässt sich für viele Zwecke verwenden. Doch dort, wo es nur in bescheidenen Mengen anfällt, wird es angesteckt und verbrannt. Seit langem kämpfen die Umweltschützer gegen diese unsinnige Verbrennung einer durchaus nutzenswerten Energie. Das hat aber nicht viel genutzt. Seit zehn Jahren ist das Abfackeln oder Verbrennen von Erdgas nicht mehr so hoch gewesen wie aktuell.

Bei der Ölförderung anfallendes Gas wird vermehrt abgefackelt. Von 2010 bis 2019 ist die abgefackelte Gasmenge um zehn auf gut 150 Milliarden Kubikmeter Erdgas angestiegen. Allein im vergangenen Jahr stieg die verbrannte Menge um 3,4% gegenüber dem Vorjahr. Von 2010 bis einschließlich 2019 gab es die größten Steigerungen – in dieser Reihenfolge – in den USA, Russland und Irak.

Umweltschützer sehen darin einen schweren Rückfall auf dem Wege zur Beseitigung klimaschädlicher Arbeitsmethoden der Ölwirtschaft. Umgerechnet in CO2 ergibt sich eine Schadstoffmenge von reichlich 400 Mio. t durch das Abfackeln. Das geht aus einer satellitengestützten Untersuchung im Auftrag der Weltbank hervor.

Gewählt wird die günstigste Methode

Doch gerade weil die Preise für Erdgas derzeit so niedrig liegen, ist die Methode wirtschaftlich effizient. Für die Mineralölwirtschaft ist es mit Abstand am einfachsten und billigsten, das anfallende restliche Gas nicht durch Leitungen abzutransportieren, sondern abzufackeln.

Spitzenreiter ist eindeutig Russland. Die Russen haben 2019 rund 24 Milliarden Kubikmeter Gas abgefackelt. Den zweiten Rang nimmt Irak mit rund 18 Mrd. Kubikmetern ein. Auf dem dritten Rang folgen die Vereinigten Staaten mit knapp 17 Mrd. Kubikmetern abgefackeltem Gas vor Iran auf Platz vier mit gut 13 Mrd. Kubikmetern. Venezuela, Algerien und Nigeria haben jeweils zwischen fünf und zehn Mrd. Kubikmeter abgefackelt. In Libyen und Mexiko waren es rund 5 Mrd. Kubikmeter und in Oman etwas weniger als 3 Mrd.

Fazit: Die Umweltschutz-Lobby ist da am stärksten, wo sie mit am wenigsten bewirkt: in Europa. Russen, Iraker und Amerikaner sind beim Abfackeln die größten Umweltsünder.

Meist gelesene Artikel
  • Im Fokus: Bidens Konjunkturpaket

Billionen für die US-Wirtschaft

Jetzt wird in den USA der Konjunktur-Turbo angeschmissen. In den nächsten acht Jahren will US-Präsident Joe Biden weitere Billionen in die US-Wirtschaft investieren. Insbesondere Infrastruktur-Ausgaben sind im "American Jobs Act" geplant und es gibt zahlreiche Profiteure.
  • Fuchs plus
  • Von der anziehenden Container-Nachfrage profitieren

Mietrendite auf den Weltmeeren

Per Container-Investment von der anziehenden Container-Nachfrage profitieren. Copyright: Pexels
Die dicken Frachter fahren wieder über die Weltmeere. Anleger können mit einem Container-Investment davon profitieren. Das verspricht gute Renditen. Angesichts der anziehenden Konjunktur, sind Ausfälle unwahrscheinlich.
  • Fuchs plus
  • Währungs-Wochentendenzen vom 9.4. - 16.4.

Rücksetzer für den US-Doller

Die Fed schwächt den Dollar und macht erneut deutlich, dass die Notenbank die Inflation ein gutes Stück laufen lassen möchte. Vor dem Hintergrund wird ein Blick auf die Dollar-Brüder interessant.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ActivTrades

Neukunden werden allein gelassen

Wie schlägt sich ActivTrades im FUCHS-Broker Test 2021? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
ActivTrades, der Name klingt nach viel Dynamik. Allerdings wird diese Erwartung schwer enttäuscht. Auch wenn das Angebot des Brokers im Grunde gut ist; interessierte Trader werden beim "onboarding" schlicht nicht betreut oder begleitet.
  • Fuchs plus
  • Scheidung mit fiskalischen Tücken

Nur bei Ehe Anspruch auf Steuerbefreiung

Wenn im Zuge einer Scheidung noch ein paar gütliche Regelungen getroffen werden, ist das gewöhnlich im Sinne aller Beteiligten. Die Einigung über ein gemeinsames Haus gehört dazu. Doch auch hier mischt der Fiskus mit und kann Forderungen stellen, wenn es sich um eine Partnerschaft aber keine Ehe handelte.
  • Fuchs plus
  • Zunehmende Spannungen in Südafrika

Wenige Chancen für den Rand

Südafrika hatte zuletzt einige gute Daten geliefert. Die Perspektiven bleiben aber negativ, weil die Chancen auf eine nachhaltige Besserung immer schwächer werden. Die Politik ist zu den dringend benötigten Reformen nicht mehr in der Lage.
Zum Seitenanfang