Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1239
Wer übernimmt die Kosten für höhere Versicherungsprämien?

Geduld und Risikobereitschaft nötig

Für Besitzer einer Eigentumswohnung ist der nachträgliche Einbau einer Ladestation für ein Elektroauto derzeit noch schwierig. Er kann von der Mehrheit der Wohnungseigentümergemeinschaft abgelehnt werden, da es sich um eine bauliche Veränderung handelt. Die Bundesregierung hat für Herbst einen Referentenentwurf angekündigt, der nun den Anspruch auf Einbau eines Ladepunktes festschreiben soll. Damit werden aber erhebliche Haftungsrisiken, Kosten und Verteilungsfragen auf die Privathaushalte umgelegt.

Wer sich als Besitzer einer Eigentumswohnung eine eigene E-Ladestation zulegen will, braucht Geduld. Zwar hat die Bundesregierung für Herbst einen Referentenentwurf angekündigt, der den Anspruch auf Einbau eines Ladepunktes festschreiben soll. Bisher kann der nachträgliche Einbau einer Ladestation für ein Elektroauto von der Mehrheit der Wohnungseigentümergemeinschaft abgelehnt werden, da es sich um eine bauliche Veränderung handelt.


Nach heutigem Stand kommen erhebliche Haftungsrisiken, Kosten und Verteilungsfragen auf die Eigentümer zu. Zumeist sind die technischen Voraussetzungen für Ladestationen im häuslichen Stromnetz nicht gegeben. Die haushaltsübliche Schuko-Steckdose liefert maximal 3,6 kW. Das führt zu Ladezeiten von ca. 8 Stunden führt. Für Schnelladestationen sind spezielle Anschlüsse und Stromkabel erforderlich. Mehrere Ladepunkte in einer Tiefgarage können das Stromnetz überfordern, ein Lastmanagement-System wird notwendig.

Neue Versicherungsmodalitäten erforderlich

Da sich Batterien gern entzünden, müssen Eigentümergemeinschaften die Versicherungsmodalitäten neu aushandeln. Ob die bestehenden Feuerversicherungen für dieses neue Risiko per se haften müssen, soll ebenfalls in dem für Herbst angekündigten Entwurf des Bundesjustizministeriums geregelt werden. Ob es verfassungsrechtlich durchgeht, bestehende Verträge einfach gesetzlich zu Lasten der Versicherung zu ändern, ist allerdings fraglich.


Unsicher ist auch, ob der Gemeinschaft die Kosten für die Ladeinfrastruktur auferlegt werden können. Vor allem, wenn nicht alle Stellplätze aus technischen Gründen mit Ladepunkten versorgt werden können. Nach derzeitiger Rechtsprechung sind Eingriffe in das Gemeinschaftseigentum unzulässig.


Das Gesetzgebungsverfahren soll sich bis Ende 2020 hinziehen. Die rechtlichen Hürden sind groß. Grundeigentümerverbände und Versicherungen unterstützen allerdings die Pläne des Justizministeriums.

Fazit

Kommt der Anspruch auf eine Ladestation in der Tiefgarage durch, rollt eine neue Elektrowelle durchs Land. Bereiten Sie sich schon mal auf höhere Kosten und Haftungsrisiken vor. Prüfen Sie, ob der Feuerschutz ihrer Versicherung dann noch ausreicht.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Rückzahlung von Corona-Soforthilfen streitig

Verwaltungsgerichte kegeln Forderungen reihenweise

Viele Corona-Soforthilfen wurden von Unternehmen und Selbständigen zurückgefordert. Doch jetzt entscheiden die Verwaltungsgerichte gerade reihenweise zugunsten der Unternehmen. FUCHSBRIEFE erklären den Hintergrund und sagen Ihnen, was Sie dagegen tun können.
  • Fuchs plus
  • Edelmetall stark nachgefragt

Deutsche im (begründeten) Goldrausch

Goldbarren. © AbleStock.com / AbleStock.com / Thinkstock
In unsicheren Zeiten wird Gold gern als Absicherungsinstrument gekauft. Vor allem Euro-Anleger steuern das Edelmetall daher in großen Scharen an. Wie viel FUCHSBRIEFE in einem Portfolio anteilig für ratsam hält, verrät der folgende Beitrag.
  • Fuchs plus
  • China und Taiwan werden zum Risiko für Banken und Versicherungen

Blockbildung an den Finanzmärkten

Aufgestapelte Container, linker Stapel mit chinesischer Flagge, rechter mit US-Flagge. © narvikk / Getty Images / iStock
Die politischen Unsicherheiten im südchinesischen Meer nehmen erheblich zu. (Nicht nur) Für Banken und Versicherungen wird das Geschäft daher dort immer risikoreicher. Auch die Amerikaner verlangen eine eindeutige Positionierung.
Zum Seitenanfang