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Weltweiter Jobwandel: 75 Millionen neue Arbeitsplätze in Afrika

Globale Job-Rotation: Afrika boomt, Europa schrumpft

© Stanislav Gvozd / Getty Images / iStock
Eine Studie des Instituts für Weltwirtschaft zeigt: In den nächsten fünf Jahren entstehen weltweit 100 Mio. neue Jobs, davon 75 Mio. in Afrika. Europa hingegen verliert Millionen Stellen. Afrikas Job-Boom konzentriert sich auf 12 politisch stabile Länder.

In den kommenden fünf Jahren werden weltweit 100 Mio. Jobs neu entstehen, in Europa werden Millionen Jobs verloren gehen. Das zeigt eine Studie des Institut für Weltwirtschaft (IfW). Überraschend: Von den 100 Millionen neuen Jobs werden gut 75 Millionen in Afrika geschaffen. 

Europa verliert Millionen Jobs

Ein Blick auf die regionalen Trends: In Asien werden bis 2030 gut 21 Mio. neue Jobs entstehen, in Südamerika sind es neun Mio. und in Nordamerika sollen es 4 Mio. werden. Europa ist die Ausnahme: Der alte Kontinent wird laut IfW gut sieben Mio. Jobs verlieren. Grund für den Jobrückgang in Europa ist Alterung der Bevölkerung und die daraus resultierende steigende Verrentung. Einberechnet wurden nur jene Jobs, deren Bezahlung über der absoluten Armutsgrenze von 2,15 USD am Tag liegt.

Das hohe Job-Wachstum in Afrika untermauert die wachsende Bedeutung des Kontinents als Markt. Allerdings sind nicht alle Staaten erfolgreich. Im Kern gibt es 12 Staaten in Afrika, die aufgrund ihrer relativen politischen Stabilität und wachstumsorientierten Politik mit einem deutlichen Aufschwung bis 2030 rechnen können (Marokko, Mauretanien, Burkina Faso, Ghana, Niger, Kamerun, Gabun, Äthiopien, Kenia, Uganda, Mosambik und Botswana). Allerdings sind die Unterschiede je nach Land groß. In vielen Ländern werden die neuen Jobs mit etwas über 2,15 USD bis 5 USD am Tag nur ein knappes Entkommen aus der absoluten Armut ermöglichen, erklärt Studienautor Prof. Dr. Tobias Heidland gegenüber FUCHSBRIEFE.

Vor allem einfache Tätigkeiten für Selbstständige 

Die neuen Jobs entstehen vor allem in der sogenannten Gig-Economy. Es sind also kleine Selbstständige. Sie bieten etwa Taxidienste mit dem Motorrad, Kurierdienste, Essen an kleinen Garküchen am Straßenrand, oder auch Smartphone-Aufladen mit einem Solarpanel. Auch wenn der Aufschwung von einem niedrigen Niveau ausgeht, könnte ab 2030 eine stärkere Industrialisierung in Afrika folgen. Auch der Bildungsstand der Afrikaner, eine wichtige Voraussetzung für die Industrialisierung, steigt stetig.

Fazit: Europa wird in den nächsten Jahren viele Jobs verlieren, in Afrika werden viele neue Jobs geschaffen. Das wird eine Breitenwirkung in Afrika entfalten. 

Hinweis: Für Unternehmen gibt es in zahlreichen Ländern Afrikas gute Chancen. Wo diese liegen und worauf Unternehmen achten sollten, haben wir zusammen mit dem African Investment Day im Dossier "Chancen in Afrika" zusammengefasst. Mehr Infos: https://tinyurl.com/2b67k3n8

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