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Gold im Aufwind

Der Goldpreis ist erstmals seit 8 Jahren wieder über die Marke von 1.700 USD je Feinunze gestiegen. Copyright: Pixabay
Nach einer längeren Atempause hat das gelbe Edelmetall erneut zum Sprung angesetzt. Nach dem Erreichen des Jahreshochs könnte nun der nächste Sprung erfolgen. Dafür fehlt nur noch ein Impuls.

Der Goldpreis hat es geschafft. Anfang April stieg der Preis für das gelbe Metall erstmals seit acht Jahren wieder über die Marke von 1.700 US-Dollar je Feinunze. Mit 1.734 US-Dollar markierte der Goldpreis Ende April sein bisheriges Jahreshoch. Derzeit konsolidiert der Goldpreis den kräftigen Kursanstieg. Seit einigen Tagen pendelt er um die Marke von 1.700 US-Dollar je Feinunze.

Aus technischer Sicht dürfte mit dem Kursanstieg über die 1.700-Dollar-Marke die nächste Stufe der Golpreis-Rally gestartet werden. Das Level um 1.800 US-Dollar gilt hier als nächster Widerstand, bevor der Goldpreis sein Allzeithoch knapp oberhalb von 1.900 US-Dollar aus dem Jahr 2011 anpeilen dürfte.

Hohe Zuflüsse in Gold-ETF

Das Interesse für Investments in das Edelmetall steigt jedenfalls weiter an. Die Gründe liegen auf der Hand: die massive Geldflutung im Zuge der Corona-Krise und die dauerhaft niedrigen Zinsen. Im ersten Quartal wuchsen die Bestände für physisch unterlegte Gold-ETFs um 289 Tonnen. Rund 23 Mrd. Dollar an Nettomittelzuflüssen verzeichneten die börsengehandelten Goldfonds in den ersten drei Monaten.

Auch im Mai hält das Interesse weiter an. Beispielsweise verzeichnete der weltgrößte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, in der ersten Maiwoche eine Anstieg der gehaltenen Goldmenge um 13,75 t auf 1.081,65 t. Dies ist der höchste Wert seit mehr als sieben Jahren.

Institutionelle kaufen Gold aus Unsicherheit

Der SPDR Gold Shares ist vor allem bei institutionellen Investoren beliebt. Daher verdeutlicht der massive Mittelzufluss weiterhin ein hohes Maß an Unsicherheit an den Märkten. Die Aktienmärkte sind nach dem ersten Corona-Schock vor allem wegen der massiven Stützungsmaßnahmen gestiegen.

Das Risiko der Pandemie wird jetzt offensichtlich als beherrschbar und vorübergehend eingestuft. Darauf deuten auch die zügigen Lockerungen und das Wiederhochfahren der Wirtschaft hin. Sollte es hier jedoch zu Enttäuschungen kommen, die Wirtschaft zum Beispiel doch nicht so schnell auf die Beine kommen, dürfte es an den Aktienmärkten wieder ungemütlich werden und der Goldpreis entsprechend weiter deutlich steigen.

Fazit: Gold hat die nächste technische Hürde genommen. Die Aussichten auf neue Kursavancen sind gut.

Empfehlung: Anleger bleiben investiert, nehmen den Stoppkurs jedoch um weitere 50 USD je Feinunze nach oben – knapp unter 1.650 USD. (Xetra-Gold ISIN: DE 000 A0S 9GB 0).

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