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Vor dem Durchbruch zum Massen-Energielieferanten

Großversuch mit Wasserstoff in Großbritannien

Der Feldversuch in UK könnte den Durchbruch für Wasserstoff bedeuten. Copyright: Picture Alliance
Großbritannien unternimmt einen Großversuch mit Wasserstoff. Das Land will dem Energielieferanten zur Massenanwendung verhelfen. Noch im ersten Quartal 2021 soll das Gas in den Rohrleitungen zum Haushaltsgas beigemischt werden.

Großbritannien will dem Wasserstoff als Energielieferanten zum technischen Durchbruch verhelfen. In der nordenglischen Gemeinde Winlaton, nahe bei Newcastle an der Ostküste des Landes, beginnt noch im ersten Quartal dieses Jahres die Beimischung von 20% Wasserstoff zum Erdgas. Es wird dann in den Heizungsanlagen und Herden der 650 Wohnhäuser der Ortschaft verbraucht. Zwei Gasnetzbetreiber, Northern Gas Networks und Cadent, haben schon eine Weile mit dieser Beimischung von Wasserstoff experimentiert.

Gelingt der Großversuch, wird er einen der größten Zweifel an der Wasserstoffnutzung ausräumen. Denn bisher deutet nichts darauf hin, dass eine Zugabe von 20% Wasserstoff im Heiz- und Kochgas im Alltagsbetrieb problematisch ist. Nur bei einer Zugabe von mehr Wasserstoff oder einem gänzlichen Ersatz von Erdgas durch Wasserstoff sind andere Endgeräte (z. B. Brenner) erforderlich. FUCHSBRIEFE haben früh auf diese Zukunftsenergie hingewiesen und ihre Chancen herausgestellt.

Gas-Infrastruktur im Wasserstoff-Test

Nun wird sich zeigen, on sich die bisherigen Labor-Erfahrungen im Praxisbetrieb bestätigen. Dann könnte Wasserstoff schon bald in signifikantem Umfang in die umfangreiche Gas-Infrastruktur zugegeben werden. Die Abnahmemengen für das Gas dürften dann schnell anziehen und das Gas wäre flächendeckend einsetzbar. Zudem würde sich die Umweltbilanz deutlich verbessern; zumindest wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.   

Der Markt für Wasserstoff ist riesig. Allein in Großbritannien heizen derzeit rund 85% aller privaten Haushalte mit Erdgas. Bei Öffentlichen und Gewerblichen Bauten beläuft sich die Erdgas-Heizquote auf 63%. Beides ist der britischen Regierung angesichts der bis 2050 angestrebten Klima-Neutralität im Energieverbrauch viel zu viel. Von den Heizungen geht derzeit die größte Umweltbelastung durch Abgasemissionen im Lande aus. Schon die Beimischung von 20% Wasserstoff zum Erdgas würde die CO2-Emissionen etwa in gleichem Umfang verringern.

Fazit: Bei Erfolg des Feldversuchs dürfte das Modell auch in anderen Ländern schnell übernommen werden. Versorger könnten einen neuen Energiemix anbieten. Für Aktien aus dem Umfeld bieten sich neue Kurssteigerungschancen.

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