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Straße von Hormus weiter unsicher

Hapag-Lloyd wartet ab

© Hapag-Lloyd AG
Hapag-Lloyd zögert trotz Irans Ankündigung zur Öffnung der Straße von Hormus. Die Sicherheit der Mitarbeiter hat oberste Priorität, daher wird die Lage weiter beobachtet. Fortschritte in den USA-Iran-Verhandlungen sind erkennbar, doch die Situation bleibt angespannt. Der Nahost-Konflikt belastet die Reederei finanziell: Für 2026 wird ein schlechteres Ergebnis als 2025 erwartet.

Obwohl der Iran angekündigt hat, die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr freizugeben, wartet Deutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd noch ab. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter auf See und an Land hat für uns höchste Priorität. Wir sehen aufgrund unserer aktuellen Risikoeinschätzung weiterhin von einer Durchfahrt durch die Meerenge ab“, sagte eine Sprecherin der fünftgrößten Reederei der WELT den FUCHSBRIEFEN.

Grundsätzlich sei es begrüßenswert, dass es bei Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offenbar einige Fortschritte gebe. Dennoch bleibe die Lage rund um die Straße von Hormus weiterhin angespannt. „Ob die angekündigte Öffnung tatsächlich Bestand haben wird, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Gleichzeitig prüfen wir kontinuierlich und sehr sorgfältig, zu welchem Zeitpunkt eine Durchfahrt wieder möglich sein wird.“

Krieg belastet Ergebnis 2026

Erst vor wenigen Tagen hat Hapag Lloyd seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Das Konzern-EBITDA belief sich auf 3,6 Milliarden US-Dollar und das Konzern-EBIT auf 1,1 Milliarden US-Dollar, während das Konzernergebnis 1,0 Milliarde US-Dollar (0,9 Milliarden Euro) erreichte. „Der Konflikt im Nahen Osten nun zu erheblichen Störungen in unserem Netzwerk sowie zu einem deutlichen Anstieg der operativen Kosten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass das Ergebnis im Jahr 2026 unter dem von 2025 liegen wird“, sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen.

Fazit: Die Lage in der Golfregion bleibt angespannt. Die Reedereien sind skeptisch. Solange bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA keine sichtbaren Erfolge zu erkennbar sind, bleiben Lieferketten unterbrochen.
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