Hohes Wachstum in Schwellenländern und bei Dienstleistungen
Die Geschäfts-Chancen auf dem Luxusmarkt verschieben sich regional und in den Segmenten. Das zeigen unterschiedliche Studien, in denen die Markttrends analysiert wurden. Insgesamt hat der Markt ein Volumen von 1,44 Billionen Euro pro Jahr, so Bain.
Hohe Luxusnachfrage in den Schwellenländern
Auffällig ist das hohe Mengenwachstum im Segment für den "erschwinglichen" Luxus (Ausgaben wenige tausend Euro pro Jahr pro Kopf). Das macht mit einem Umsatz von 623 Mrd. Euro den größten Anteil am Luxuskonsum aus, so der Unternehmensberater Boston Consulting Group (BCG). Das Wachstum dieses Segments ist aufgrund des wachsenden Wohlstands der Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern besonders dynamisch.
Das Wachstumspotenzial im Top-Segment ist gut, beruht aber vor allem auf höheren Ausgaben bei gleichbleibender Zielgruppe. Die großen Marken (Louis Vuitton, Prada oder Rolex) haben in den vergangenen Jahren ihre Preise stark erhöht. Sie zielen auf die reichsten Kunden, die 10.000 Euro und mehr im Jahr für Luxusgüter ausgeben. Der Luxuskonsum dieser Kunden wird in den nächsten Jahren mit steigenden Preisen zunehmen.
Wachstum verschiebt sich in kleinere Märkte und zu Dienstleistungen
Eine Verschiebung gibt es auf den internationalen Märkten. Die traditionellen Märkte wachsen langsamer als in den Vorjahren (Europa 3%, China 4%, USA 5%). Hohes Wachstum erreicht der Luxusmarkt in Japan (5%), im Mittleren Osten (6%) und in Indien (10%).
Die größten Umsatzzuwächse sollen den Prognosen zufolge Luxus-Dienstleistungen machen. Dazu gehören Luxusreisen, Luxus-Hotels und Kreuzfahrten, aber auch Spa- und Wellness-Angebote. Eine interessante Nische sind Gourmet-Essen (+10% p.a.).
Fazit: Der Luxusmarkt differenziert sich. Die größten Wachstumsimpulse gibt es in aufstrebenden Schwellenländern im unteren Luxus-Segment und bei besonderen Dienstleistungen.