Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1966
Regionale Verschiebungen, neue Segmente: Der Wandel im globalen Luxusmarkt

Hohes Wachstum in Schwellenländern und bei Dienstleistungen

Die Luxusbranche wird in den kommenden Jahren nach einem schwachen Wachstum 2024 und 2025 wieder deutlich zulegen. Aber die Branche verändert sich stark. Das bietet neuen Anbietern Chancen.

Die Geschäfts-Chancen auf dem Luxusmarkt verschieben sich regional und in den Segmenten. Das zeigen unterschiedliche Studien, in denen die Markttrends analysiert wurden. Insgesamt hat der Markt ein Volumen von 1,44 Billionen Euro pro Jahr, so Bain.  

Hohe Luxusnachfrage in den Schwellenländern

Auffällig ist das hohe Mengenwachstum im Segment für den "erschwinglichen" Luxus (Ausgaben wenige tausend Euro pro Jahr pro Kopf). Das macht mit einem Umsatz von 623 Mrd. Euro den größten Anteil am Luxuskonsum aus, so der Unternehmensberater Boston Consulting Group (BCG). Das Wachstum dieses Segments ist aufgrund des wachsenden Wohlstands der Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern besonders dynamisch. 

Das Wachstumspotenzial im Top-Segment ist gut, beruht aber vor allem auf höheren Ausgaben bei gleichbleibender Zielgruppe. Die großen Marken (Louis Vuitton, Prada oder Rolex) haben in den vergangenen Jahren ihre Preise stark erhöht. Sie zielen auf die reichsten Kunden, die 10.000 Euro und mehr im Jahr für Luxusgüter ausgeben. Der Luxuskonsum dieser Kunden wird in den nächsten Jahren mit steigenden Preisen zunehmen.

Wachstum verschiebt sich in kleinere Märkte und zu Dienstleistungen

Eine Verschiebung gibt es auf den internationalen Märkten. Die traditionellen Märkte wachsen langsamer als in den Vorjahren (Europa 3%, China 4%, USA 5%). Hohes Wachstum erreicht der Luxusmarkt in Japan (5%), im Mittleren Osten (6%) und in Indien (10%).

Die größten Umsatzzuwächse sollen den Prognosen zufolge Luxus-Dienstleistungen machen. Dazu gehören Luxusreisen, Luxus-Hotels und Kreuzfahrten, aber auch Spa- und Wellness-Angebote. Eine interessante Nische sind Gourmet-Essen (+10% p.a.).

Fazit: Der Luxusmarkt differenziert sich. Die größten Wachstumsimpulse gibt es in aufstrebenden Schwellenländern im unteren Luxus-Segment und bei besonderen Dienstleistungen.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Vermieter können Mini-PV-Anlagen kaum verhindern

Balkonkraftwerk: Vermieter haben schlechte Karten

Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften hadern noch immer mit der letzten Novelle zum Gesetz zumWohnungseigentum aus dem Jahr 2024. Mieter benötigen zwar immer noch die Zustimmung des Vermieters für die Installation eines Balkonkraftwerks (BKW) oder Mini-PV-Anlage. Haftungsrisiken oder eine optische Verschandelung der Fassade reichen aber für die Verweigerung einer Zustimmung nicht aus, wie das Amtsgericht (AG) Hamburg-Wandsbek entschied.
  • Gewerkschaften haben den Kontakt zur wirtschaftlichen Realität verloren

Illusionen in Fahimis Funktionsärswelt

Die Gewerkschaften fordern eine verpflichtende Betriebsrente für Arbeitgeber, während Deutschland mit Fachkräftemangel und hohen Energiepreisen kämpft. DGB-Chefin Yasmin Fahimi will natürlich Arbeitgeber an der Altersvorsorge beteiligen. Dieser Vorschlag zeugt von ökonomischer Ahnungslosigkeit in einer abgeschotteten Funktionärswelt, meint FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann.
  • Fuchs plus
  • Lohnrichtlinie: Berlin lässt Frist verstreichen

Entgelttransparenzrichtlinie: Wirtschaft fordert Überarbeitung

Brüssel scheitert mit der fristgerechten Einführung der Entgelttransparenzrichtlinie. Die Wirtschaft fordert darum jetzt eine grundlegende Überarbeitung des EU-Regelwerkes. Die Chancen dafür stehen gut.
Zum Seitenanfang