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Vor allem Schweizer Banken leiden

Hongkong: Der Kapitalabzug hält an

Die seit sechs Monaten laufenden Auseinandersetzungen zwischen Protestlern und der Polizei in Hongkong treiben das Kapital aus dem Stadtstaat und Finanzplatz. Unter dieser Entwicklung scheinen Schweizer Banken und Vermögensverwalter besonders zu leiden. Genannt werden dabei immer wieder Credit Suisse und die UBS sowie Pictet. Unter den übrigen Auslandsbanken ist die britische HSBC-Gruppe betroffen. Singapur profitiert wiederum von dieser Bewegung mit Abstand am meisten. Im Stadtstaat spricht man von inzwischen wöchentlich ein bis zwei Prozent der Kapitalanlagen, die aus Hongkong verlagert werden. Privatleute sowie KMU handeln. Dieser Kundenkreis zieht im Schnitt etwa eine Million US-Dollar aus Hongkong ab. Neben der unsicheren politischen Situation gilt auch die Rechtsunsicherheit unter Pekings Einfluss als wichtiger Faktor.

Als Motive für den Abzug wird hauptsächlich genannt, dass es bisher keinen Ausweg aus der Dauerkrise in Hongkong zu geben scheine. Bei näherem Befragen wird aber auch erwähnt, dass viele sich nicht sicher seien, wie lange die Unabhängigkeit der Rechtsprechung in Hongkong wohl noch anhalten werde. Bei dieser Überlegung spielt eine Rolle, dass die Richter in Hongkong auf breiter Front gegen die Polizei Front machten. Wer von den Polizisen vormittags verhaftet werde, könne im Grossen und Ganzen damit rechnen, von den Richtern schon am Nachmittag wieder auf Freien Fuss gesetzt zu werden. Dies könne nicht auf Dauer gut gehen. Dabei spielt eine Rolle, dass die Rechtsprechung in Hongkong im Rahmen des Vertragswerks zwischen China und der früheren Kolonialmacht Grossbritannien nach wie vor sehr unabhängig ist und grossenteils von Ausländern oder Chinesen mit ausländischem, vielfach britischem Pass ausgeübt werde. Kämen diese Richter zu sehr unter Druck, dann könnten sie relativ leicht ihre Positionen räumen und ins Ausland ziehen.

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