Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2743
Chinas Überkapazitäten fluten den Weltmarkt

In China wächst der Export-Druck

China hat enorme Überkapazitäten in der Produktion aufgebaut - und baut sie weiter aus. Das erzeugt großen Druck auf chinesische Unternehmen, mehr Waren zu exportieren, denn die Nachfrage in China ist mau. Die Zoll-Maßnahmen der USA und von Europa werden die chinesischen Exporte in den nächsten Monaten umleiten. Das wird globale Folgen haben.

China wird in den kommenden Monaten noch mehr exportieren als derzeit schon. Ursache dafür sind die großen Überkapazitäten in China. Die haben einen neuen Höchststand erreicht. Das signalisiert ihre geringe Auslastung. Im zweiten Quartal 2024 lag diese bei 75%. Der deutsche Sachverständigenrat sieht eine Normalauslastung bei 96,75%.

Das Produktions-Potenzial im Reich der Mitte ist gewaltig. Chinesische Unternehmen könnten noch gut 20% mehr produzieren. Diese Überkapazitäten betreffen viele Industriezweige, insbesondere aber Baumaterialien, Autos, elektrische Ausrüstung und Anlagen, Nahrungsmittel, Medizin, und Spezialmaschinen. 

Enorme Überkapazitäten in China

Ein Abbau dieser Überkapazitäten ist nicht in Sicht. Denn die Investitionen in Maschinen und Ausrüstung sind in China weiterhin hoch. Die Überkapazitäten werden also in allen Branchen sogar noch weiter ausgebaut. Der Heimatmarkt kann diese nicht aufnehmen, zumal der Konsum noch schwach ist.

Das wird in den nächsten Jahren einen gewaltigen Export-Druck erzeugen. Chinesische Unternehmen werden noch stärker als bisher auf den Export setzen müssen. Die großen Märkte (USA, Europa) wollen sich aber über Zölle abschotten, chinesische Produkte teurer machen oder über diverse Standards aus dem Markt halten. 

China leitet Billig-Exporte in andere Länder um

China wird seine Exporte darum in andere globale Regionen umleiten und dort Marktanteile erobern. Das ist in den vergangenen Monaten in Ländern Asiens, Latein- und Mittelamerikas und in Afrika auch schon gelungen. Das verschärft in diesen Ländern die Konkurrenz und hat zur Folge, dass auch in Südostasien bereits über Zölle auf chinesische Produkte nachgedacht wird. 

Fazit: Der Druck auf chinesische Unternehmen, ihre Waren auf dem Weltmarkt zu verkaufen, wächst an. Die Zollmaßnahmen der USA und von Europa beschränken das Potenzial hierzulande aber. Der Wettbewerb in anderen Ländern wird zunehmen, das Streben nach Gegenmaßnahmen auch.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • OLG-Entscheidung: Unverbindliche E-Mail-Anfragen führen nicht zu Buchungsverträgen

Dienstreise: Anfrage ist noch kein Vertrag

Eine Zimmeranfrage per E-Mail stellt noch keinen verbindlichen Beherbergungsvertrag dar. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt/M entschieden.
  • CDU in der selbstgewählten politischen Isolation

Gefesselt auf der Brandmauer

Die CDU steckt in der strategischen Sackgasse fest. Trotz Wahlerfolg in Baden-Württemberg fehlt der Union ein politisches Druckmittel, da sie jede Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt. Diesen selbstmörderischen Kurs wird die Union mit Merz nicht mehr lange aushalten, meint FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann.
  • Fuchs plus
  • Rohstoff-Sicherung: Wettbewerbsverzerrung in Europa

Lithium-Wettlauf in Europa

Die Europäische Union fördert die Produktion kritischer Rohstoffe, um unabhängiger von Importen zu werden. Im Erzgebirge könnte schon 2030 der Abbau von Lithium anlaufen. Doch die Länder in Europa gehen strategisch sehr unterschiedlich vor. Das führt zu einem stark verzerrten Wettbewerb um die Rohstoff-Sicherung in Europa.
Zum Seitenanfang