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Immer mehr Daten signalisieren Aufschwung

Industrie hat den Faden nicht verloren

Monatelang hingen dunkle Wolken über der Wirtschaft. Inzwischen ist die Wolkendecke aufgerissen. Die Sonne kommt immer wieder durch und heizt die Konjunktur an. Gleichzeitig hebt sich die Stimmung.

Immer mehr aktuelle Wirtschaftsdaten weisen – zum Teil sprunghaft – nach oben. Unsere Gute-Laune-Nachrichten für Sie und Ihre Mitarbeiter für einen motivierten Wochenbeginn zusammengestellt:

  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni im Vergleich zum Vormonat um 8,9% gestiegen. Die Industrie verzeichnete erneut ein deutliches Plus von 11,1%.
  • Die deutsche Industrie erwartet auch in den kommenden drei Monaten eine Zunahme ihrer Produktion. Die Stimmung hat sich im Juli das dritte Mal in Folge verbessert. Der ifo-Produktionsindikator stieg auf +14,7 Punkte, nach +4,4 im Juni.

Autoindustrie nimmt wieder Fahrt auf

  • Die deutsche Autoindustrie sendet erste Anzeichen, dass ihr Geschäft wieder Fahrt aufnimmt. Das hat die neueste Konjunkturumfrage des ifo Instituts ergeben. Die Geschäftserwartungen sind im Juli den zweiten Monat in Folge deutlich gestiegen, auf 43,7 Punkte, nach 26,9 Punkten im Juni. Die Autobauer erwarten auch eine Zunahme ihrer Exporte; der Indikator stieg auf 40,8 Punkte, nach 17,3 Punkten im Juni.
  • Der saisonbereinigte IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist im Juli auf 51,0 Punkte gegenüber 45,2 im Vormonat nach oben geschnellt. Der wichtige Frühindikator für die konjunkturelle Lage in der Verarbeitenden Industrie überschritt damit erstmals seit Dezember 2018 wieder die Wachstumsschwelle von 50,0 Punkten, teilte der englische Finanzdienstleister IHS Markit in London mit.
  • Die Aufträge für die deutsche Industrie haben im Juni um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vormonat (plus 27,9%) zugelegt. Dabei stiegen die Aufträge aus dem Inland mit 35,3% so kräftig an, dass sie das Vorjahresniveau wieder übertroffen haben. Das wertet DWS als ein deutliches Indiz dafür, dass Deutschland die Krise ziemlich gut gemeistert hat.
  • Die Exporte legten im Juni gegenüber Mai um 14,9% zu, die Importe um 7,0%. Im Juni 2020 wurden von Deutschland Waren im Wert von 96,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 80,5 Mrd. importiert.

Weniger Kurzarbeiter

  • Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Juli auf 5,6 Mio. Menschen gesunken. Im Juni waren es 6,7 Mio., im Mai 7,3 Mio. Das haben Berechnungen und Schätzungen des ifo Instituts auf Basis seiner Konjunkturumfrage ergeben. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte damit von 20 auf 17%.
  • Im Juni 2020 erreichten die Schweizer Exporte nach Deutschland mit einem Minus von 0,5% fast wieder das Niveau vom Juni des Vorjahres.
  • Im Juni 2020 stiegen in Italien die saisonbereinigten Daten im Vergleich zum Mai 2020 für Exporte um 14,4% und für Importe um 16,1%.
  • In Frankreich erholte sich die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im Juni um 14,4% nach 22,2% im Mai weiter.

USA mit positiven Daten

  • Das internationale Handelsdefizit der USA ging im Juni nach Angaben des US-amerikanischen Bureau of Economic Analysis und des US-amerikanischen Census Bureau zurück. Das Defizit verringerte sich von 54,8 Mrd. USD im Mai (revidiert) auf 50,7 Mrd. USD im Juni, da die Exporte stärker zunahmen als die Importe. Das zuvor veröffentlichte Mai-Defizit betrug 54,6 Mrd. US-Dollar. Das Warendefizit verringerte sich im Juni um 4,0 Mrd. USD auf 72,2 Mrd. Dollar. Der Dienstleistungsüberschuss stieg im Juni um 0,1 Mrd. USD auf 21,5 Mrd. USD.
  • Die Gesamtzahl der nicht landwirtschaftlichen Beschäftigten in den USA stieg im Juli um 1,8 Mio. Die Arbeitslosenrate fiel auf 10,2%, berichtete das US-amerikanische Amt für Arbeitsstatistik. Im Juli gab es bemerkenswerte Beschäftigungszuwächse in den Bereichen Freizeit und Gastgewerbe.
  • Löhne und Gehälter stiegen in USA in dem im Juni 2020 endenden Zwölfmonatszeitraum um 2,9%.

Fazit: Es wird mit Sicherheit noch einige Nachwehen durch den Lockdown im Frühjahr geben, die sich im 4. Quartal zeigen. Doch zumindest die Industrie hat den Faden nicht verloren.

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