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Ukraine, Inflation und Zinswende verschärfen Anlagenotstand

Investoren greifen in fallende Messer

Rotes Schild mit abwärts zeigendem Pfeil. © bluedesign / Fotolia
Der Ukraine-Krieg, die Inflation und die Zinswende bringen Anleger in Bedrängnis. Denn wer heute den Kapitalerhalt schaffen will, sollte Renditen von mindestens 6% erwirtschaften. Aktien - die beliebteste Anlageklasse - stehen aber zurzeit heftig unter Druck. Wo bekommt der Anleger jetzt noch Rendite? FUCHSBRIEFE haben sich umgesehen.

Der Anlagenotstand verschärft sich weiter. Anleger, die als Renditeziel mindestens den realen Kapitalerhalt Ihre Vermögens anstreben, müssen nun Renditen deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre erwirtschaften. Während bis 2020 eine Rendite von ca. 4% den Kapitalerhalt sicherte, müssen es jetzt mindestens 6% sein.

Das Problem ist derzeit mehr denn je die Auswahl der richtigen Anlagen. Aktien sind im Zuge der Zinswende, der Corona-Unsicherheit und der Ukraine-Krise ein fallendes Messer. In allen von uns betrachteten Aktienmärkten (vgl. Artikel Anlageregionen) ging es seit Jahresbeginn (deutlich) bergab.

Anleihen, Immobilien und Kryptos sichern keinen Kapitalerhalt

Schwierig ist auch weiterhin die Situation an den Anleihemärkten. Zwar beleben sich die Zinsen. Für den Kapitalerhalt reicht es aber noch immer nicht. Die 10-jährige deutsche Staatsanleihe erwirtschaftet derzeit eine Rendite von 0,17%. Frankreich 0,66%, Großbritannien 1,42%, Italien 1,82% und die USA 1,95%. Wer eine ansprechende Rendite die den Kapitalerhalt sichern kann erreichen will, muss stärker ins Risiko sprich in die Emerging Markets gehen. Aber auch hier: 10-jährige Tschechische Anleihen liefern "nur" 3% Rendite, Polen immerhin 4,12%. Wirkliche Renditen gibt es nur bei Hochrisiko-Emittenten: Die Anleihenrendite für 10-jährige philippinische Staatsanleihen liegt bei 5,31%, Mexiko 8%, Südafrika 9,30%, Brasilien 11%, Russland 12% und Ägypten 15%

Auch an den Immobilienmärkten sind kaum Renditen möglich (vgl. FB vom 07.02.2022). Zudem sind Immo-Investments nur schwer liquidierbar. Auch mit dem Bitcoin haben sich Anleger zuletzt eher in "die Nesseln gesetzt". Innerhalb der letzten drei Monate ging es für die beliebteste Kryptowährung um 34% nach unten.

Auswege aus dem Anlagedilemma

Wie sollen Anleger nun mit dieser Situation umgehen? Wir sehen drei Auswege aus dem Anlagedilemma:

  • Aussitzen: Was runter geht, geht auch wieder hoch. Sollten Sie einen langen Anlagehorizont haben und Krisen aussitzen können, lassen Sie alles so wie es ist und setzen auf das langfristige Marktwachstum.
  • Diversifikation: Breit gestreut, selten bereut. Schichten Sie um und investieren Sie in sichere Häfen. Das können andere Anlageregionen sein (siehe Artikel), Edelmetalle wie Gold (vgl. FD vom 25.02.2022) oder Silber (vgl. FD vom 11.02.2022), Rohstoffe (Agrar, Industriemetalle, Energie, Analysen dazu jeden Freitag in den FUCHS-Devisen) oder auch Liebhabereien wie Kunst und Uhren (vgl. FB vom 21.02.2022)
  • Stockpicking: Die Aktienmärkte werden risikoreicher, sind aber deswegen nicht abgeschrieben. Wir empfehlen, sich gezielt nach Anlageperlen umzusehen. Das sind unserer Ansicht nach in der aktuellen Marktphase defensive Dividendentitel: Energie- und Versorgungsunternehmen, Konsumgüter und Lebensmittel sowie der Finanzsektor. Regelmäßige Aktienanalysen lesen sie jeden Donnerstag im Börsenbrief FUCHS-Kapital.
Fazit: Wer das Anlagejahr 2022 gut überstehen will, muss seinen Investment-Blick weiten und auch unbekannte Pfade in Erwägung ziehen.
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