Japan setzt auf Solar-Strom
Japan will seine Energie-Versorgung grundlegend neu gestalten und setzt dabei vor allem auf Solar-Strom. Solarenergie ist bereits im Jahr 2024 zur größten sauberen Energiequelle Japans avanciert. Nun will das Land diese Energiequelle zusätzlich mit staatlichen Förderprogrammen und Innovationen intensiv fördern.
Bis 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am japanischen Energiemix auf 36% - 38% steigen (akt. 30%). Solarenergie macht rund ein Drittel des Anteils der nachhaltig erzeugten Energie aus. In diesem Segment sieht Nippon vor allem aufgrund des Preisverfalls der PV-Module große Wachstums-Chancen.
Sonnenstrom aus dem Weltall
Investiert werden soll in großflächige Solarparks, aber auch in die Integration von Solaranlagen in städtischen Gebieten und privaten Haushalten. Der Aufbau privater PV-Anlagen wird ein Förderschwerpunkt sein. Im Jahr 2024 wurden mehr als 3 Millionen private Solaranlagen installiert. Zudem hat Japan eine Solar-Pflicht für Tokio beschlossen. Bauunternehmen müssen bei Neubauten Solar-Anlagen integrieren. Diese Pflicht dürfte absehbar auf das gesamte Land ausgeweitet werden. Parallel wird der kluge Einsatz von Energiespeichern mitgeplant und gefördert.
Visionär: Selbst an Miniatur-Solarkraftwerk im Weltraum wird gedacht. Im kommenden Jahr will Japan dazu eine eigene Weltraum-Mission starten (Projekt Ohisama). Der im All erzeugte Solarstrom soll von einem Satelliten in Form von Mikrowellen zur Erde übertragen und wieder aufgefangen werden. Der erste Test-Satellit wiegt 180 Kilogramm und soll etwa ein Kilowatt Leistung aus einer Höhe von 400 Kilometern übertragen können“ erläutert Koichi Ijishi vom japanischen Forschungsinstitut Japan Space Systems.