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Durch Digitalisierung die Kreditwürdigkeit erhöhen

Je digitaler desto sicherer die Finanzierung

Digitalisierung ist einer der Mega-Wirtschaftstrends des noch jungen Jahrhunderts. Und sie wird immer mehr zum Bewertungsmaßstab - auch bei der Beurteilung der Bonität. Das betrifft sowohl Unternehmen als auch ganze Staaten.

Die Digitalisierung stellt ein probates Mittel dar, um die Bonität von Unternehmen, aber auch die ganzer Staaten zu erhöhen. Denn sowohl Betriebe als auch Regierungen digitalisieren mit demselben Ziel: Effizienzsteigerung. Wer Abläufe verschlankt, personelle und materielle Ressourcen besser koordiniert und Prozesse beschleunigt, spart einerseits Kosten und erhöht andererseits die Produktivität. Das alles fördert die Kreditwürdigkeit.

Ressourcen sparen durch digitale Lösungen

In Unternehmen kommen die positiven Effekte der Digitalisierung vor allem bei der Ressourcen- und Energieeffizienz zum Tragen. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge, liegt das Ressourcen-Einsparpotenzial in deutschen Unternehmen durch digitale Lösungen durchschnittlich bei 7% der Wertschöpfungskette – insgesamt 10 Mrd. EUR jährlich. Weitere Einsparmöglichkeiten gibt es beispielsweise in den Bereichen Logistik, Einsatz von Personal und Controlling und Steuerung.

Bei der Umsetzung von Digitalisierungslösungen hapert es allerdings – gerade bei KMU. Individuelle Komplettlösungen müssen oft teuer entwickelt werden, bestehende Produkte lösen oft nur Inselprobleme. Wann und welche Digitalisierungs-Lösungen sich lohnen, ist immer abhängig vom konkreten Betrieb. Daher ist es wenig zielführend, einen durchschnittlichen Agglomerationszeitpunkt für digitale Innovationen zu nennen. Eine Entscheidungshilfe-Broschüre nebst Checkliste liefert Ihnen das IW.

Digitalisierung als Standortfaktor

Vorreiter bei der Digitalisierung sind laut IW in Deutschland übrigens die IT-Unternehmen und der Fahrzeugbau. Aufholpotenzial gibt es vor allem in den Bereichen Handel, Transport, Logistik und Landwirtschaft.

Ratingagenturen wie Moodys werden zukünftig den Faktor Digitalisierung stärker in ihre Bonitätsratings einfließen lassen. Für Unternehmen wird dabei nicht ausschließlich entscheidend sein, wie sehr sie selbst digitalisiert sind, sondern auch wie hoch ihre Region und ihr Produktionsland digitalisiert sind. Ein schwacher Digitalisierungsgrad erhöht somit das Länderrisiko in der Bonitätsbewertung eines Unternehmens.

Japan stemmt sich mit Digitalisierung gegen die Demographie

Staaten verbessern durch die Digitalisierung ihr Bonitätsrating und ihre Qualität als Wirtschaftsstandort. Die japanische Regierung beispielsweise will mit einer Digitalisierungs-Initiative die Effizienz ihrer Verwaltung signifikant verbessern. Moodys nimmt das wohlwollend in die Bonitätsbewertung Japans mit auf – auch wenn sich das bestehende A1 Rating dadurch nicht ändert.

Die Digitalisierung-Initiative ist vor allem vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft Nippons notwendig: Immer mehr Menschen müssen versorgt werden, wohingegen immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Betrieben und Verwaltungen ausscheiden. Dafür bedarf es intelligenter Lösungen, etwa in der Pflege, im Transport oder beim Wohnungsbau. Im internationalen Digitalisierungs-Vergleich der Vereinten Nationen belegte Nippon im Jahr 2014 noch den 6. Platz – aktuell rangiert Tokyo auf Platz 14. 

Spitzenreiter Dänemark

Entscheidend für eine gute Länder-Bewertung ist allerdings nicht die Digitalisierung allein. Zusätzlich fließen auch die Vorkehrungen gegen Cyber-Attacken und der Zugang von Unternehmen zu Digitalisierungs-Lösungen. Auf Rang 1 notiert übrigens das kleine Dänemark, Deutschland belegt Rang 25.

Fazit: Digitalisierung stellt nicht nur Wettbewerbsfähigkeit im Sinne moderner Produktionsabläufe her, sondern auch im Sinne hoher Bonität.

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