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Kaffee-Preis könnte bald nach oben drehen

Kaffee-Knappheit lässt nach

© mica chouette / Fotolia
Der Kaffeepreis ist im Februar kräftig gefallen. Mit verbesserten Ernteprognosen aus Brasilien und steigenden Exporten aus Vietnam scheint die Angebotsknappheit nachzulassen. Antizykliker wittern jetzt eine Gegenbewegung.

Der Kaffeepreis kam im Februar deutlich unter Druck – Antizykliker setzen jetzt auf eine Gegenbewegung. Vor rund einem Monat handelte der richtungweisende Futurekontrakt auf Kaffee an der New Yorker Intercontinental Exchange (ICE) noch bei Kursen um 370 US-Cent je Pfund. Inzwischen ist die „braune Bohne“ bereits für 284 US-Cent je Pfund zu haben.

Kaffee-Knappheit lässt nach

Innerhalb von vier Wochen ist der Kaffeepreis um rund 23% gefallen. Deutlich verbesserte Erwartungen hinsichtlich des globalen Angebots, insbesondere aus dem wichtigsten Kaffee-Produzentenland Brasilien, waren für den deutlichen Preisrutsch verantwortlich. Die brasilianische Agrarbehörde Conab prognostizierte kürzlich eine Rekordernte von 66,2 Mio. Sack für 2026/27. Diese war begünstigt durch ergiebige Regenfälle in wichtigen Anbauregionen wie Minas Gerais. Darüber hinaus deuten zwei Faktoren darauf hin, dass die Angebotsverknappung nachlässt. Davon zeugen die Erholung der Lagerbestände, sowie stark gestiegene Exporte aus Vietnam. 

Auf dem aktuellen Kursniveau handelt Kaffee nur noch knapp oberhalb des technisch wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 275 und 280 US-Cent je Pfund. Von diesem Niveau aus drehte der Kaffeepreis im Sommer vergangenen Jahres nach oben. Da zudem ein festerer brasilianischer Real (schwächerer US-Dollar) die Eindeckung von Short-Positionen auslöst, steigen die Chancen auf einen Dreh des Kaffeepreises nach oben.

Fazit: Der Kaffeepreis könnte auf dem aktuellen Kursniveau einen ersten Boden bilden. Wer unserer Short-Empfehlung von Ende November (FD vom 21.11.25) gefolgt ist, realisiert nun einen dicken Gewinn. Mit einem ungehebelten Kaffee-ETF (Beispiel ISIN: JE 00B N7K B55 7) können Anleger von wieder steigenden Kaffeenotierungen profitieren.
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