Kaffee-Preis lockt zum Einstieg
Kaffee ist weiterhin knapp und daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Vor einer Woche markierte der richtungsweisende Kaffee-Terminkontrakt am New York Board of Trade bei 275 US-Cent je Pfund ein frisches Jahreshoch. Der Preis kletterte auf den höchsten Stand seit gut 13 Jahren.
Zur Einordnung: Der Kaffeepreis bewegt sich seit gut einem Jahr in einem stabilen und dynamischen Aufwärtstrend und hat sich seit Oktober 2023 um rund 90% verteuert. Nach wie vor bestehen am Markt Sorgen über eine Angebotsverknappung aufgrund schlechterer Ernten in Brasilien (Arabica, Robusta) und Vietnam (Robusta).
Brasilien und Vietnam ernten weniger
Die Befürchtungen einer Angebotsverknappung wurden in der vergangenen Woche durch eine Abwärtsrevision der Ernteprognose durch die brasilianische Agrarbehörde Conab bestätigt. Die Conab hat die für dieses Jahr erwartete Kaffeeernte in Brasilien um 4 Millionen auf 54,8 Mio. Sack a 60 kg nach unten revidiert. Davon würden 2,5 Mio. Sack auf Arabica und 1,5 Mio. Sack auf Robusta entfallen.
Der Flächenertrag pro Hektar wird deutlich niedriger ausfallen als bislang prognostiziert. Conab rechnet nun nur noch mit 28,8 Sack pro Hektar, verglichen mit 30,9 Sack im Mai. Auch in Vietnam – nach Brasilien der zweitgrößte Kaffee-Exporteur der Welt – dürfte die Ernte geringer ausfallen. Laut Daten einer lokalen Kaffee-Vereinigung könnte die Robusta-Ernte in dem südostasiatischen Land aufgrund extremer Wetterbedingungen und einer geringeren Anbaufläche rund 10% bis 15% niedriger ausfallen als bislang prognostiziert.