Kaffeemarkt: Warum jetzt die Chancen auf steigende Preise wachsen
Der Kaffeepreis ist weiter am Boden. Doch auf dem aktuellen Kursniveau steigen die Chancen auf einen Dreh gen Norden. Mit aktuell rund 289 US-Cent je Pfund handelt der richtungsweisende Kaffeekontrakt an der Intercontinental Exchange in New York nur noch rund 5% oberhalb seines Jahrestiefs von etwa 275 US-Cent je Pfund. Auf diesem Kursniveau ist der Kaffeepreis aus technischer Sicht solide unterstützt.
Bereits im Sommer vergangenen Jahres (Juli & August) konnte der Kaffeepreis hier seine Talfahrt stoppen und wieder ansteigen. Nun könnte eine Mischung aus geringerer Verkaufsbereitschaft und infolge schlechter Witterung geringerer Ernteaussichten den Kaffeepreis wieder anschieben. Denn im Kaffeeanbauland Vietnam halten die Farmer bereits ihre Bestände zurück, da sie bei den aktuell niedrigen Preisen nicht verkaufen wollen.
Betrieb von Bewässerungspumpen ist teuer geworden
Auf der anderen Seite verteuert sich durch den Nah-Ost-Konflikt die Kaffeeproduktion. Die extreme Hitze in den Anbauregionen in Verbindung mit steigenden Kraftstoffpreisen infolge des Iran-Kriegs hat die Kosten für Diesel zum Betrieb von Bewässerungspumpen in die Höhe getrieben.
Kaffeebauern in der vietnamesischen Anbau-Region in West-Lampung warnen zudem davor, dass anhaltende Regenfälle, wie seit Tagen üblich, die Kaffeeproduktion in den Plantagen im Vergleich zum Vorjahr um rund die Hälfte reduzieren könnten. Gleichzeitig haben sich die Kaffee-Lagerbestände zwar wieder erholt, liegen jedoch weiterhin unter ihrem langfristigen historischen Durchschnitt, was nicht gerade für eine Überversorgung des Marktes spricht.
Fazit: Auf dem aktuellen Kursniveau bietet Kaffee eine gute Einstiegsgelegenheit.
Empfehlung: Mit einem ungehebelten Kaffee-ETC (Beispiel ISIN: JE 00B N7K B55 7) können Anleger von steigenden Kaffeepreisen profitieren. Achtung! Rutscht der Kafffeepreis unter die Unterstützung bei 275 US-Cent je Pfund, bitte ausstoppen lassen.