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Kakao: Angebot steigt, Nachfrage sinkt

Kakao-Preis unter Druck

Der Kakaopreis erlebt einen massiven Einbruch. Seit dem Allzeithoch fiel er um 70,6%. Bei stabilerem Wetter in Afrika und sinkender europäischer Nachfrage steigt die Produktion wieder. Lagerbestände wachsen, Hersteller passen Rezepte an. Was können Anleger daraus machen?

Der Kakao-Preis steht massiv unter Druck. Seit dem Allzeithoch bei 12.931 US-Dollar je Tonne im Dezember 2024 ist der Preis für den Schokoladengrundstoff um satte 70,6% gefallen. Aktuell wird eine Tonne Kakao an der Interconinental Exchange (ICE) in New York für 3.780 US-Dollar gehandelt. Damit ist Kakao inzwischen so günstig, wie seit etwa 2,5 Jahren nicht mehr. 

Der Kakaomarkt erlebt derzeit einen klaren Stimmungsumschwung. Während im Jahr 2024 und noch im ersten Halbjahr 2025 massive Ernteausfälle in den wichtigsten afrikanischen Anbaugebieten – der Elfenbeinküste und Ghana – befürchtet wurden, haben sich die Aussichten inzwischen deutlich verbessert. Nach zwei schwachen Erntejahren stabilisiert sich das Wetter in den Hauptanbaugebieten. Damit fällt die neue Ernte in der Elfenbeinküste und Ghana besser aus als zunächst erwartet. 

Nachfrage sinkt, Produktion steigt an

Gleichzeitig steigen die Lagerbestände wieder an. Kakao-Händler preisen darum nun ein Ende der extremen Knappheit ein. Von der Nachfrageseite kommt zusätzlicher Druck. Bloomberg Intelligence berichtet, dass die Kakovermahlungen, die sogenannten „Grindings“, in Europa auf den niedrigsten Stand seit 2013 gefallen sind. Die hohen Preise der Vergangenheit haben deutliche Spuren hinterlessen. Hersteller standen unter Kostendruck, die Margen gingen deutlich zurück. In der Folge wurden Rezepte angepasst, Kakaoanteile reduziert und verstärkt Substitute eingesetzt. 

Aus charttechnischer Sicht hat der Kakaopreis inzwischen sämtliche Unterstützungen gebrochen. Die nächste nennenswerte Unterstützung wartet erst wieder im Bereich um 3.500 US-Dollar je Tonne. Zwar erscheint der Markt aus technischer Sicht überverkauft, sodass jederzeit heftige Gegenbewegungen auftreten können. Doch der Trend ist weiter klar abwärts gerichtet – eine Bodenbildung noch nicht in Sicht.

Fazit: Bei Kakao dominieren die Bären. Ein Ende der Abwärtsbewegung ist nicht in Sicht. Mit einem Open End Turbo Short auf Cocoa Future (Beispiel ISIN: DE 000 MM4 4QM 4, keine Laufzeit, Hebel 1) können Anleger von fallenden Kakonotierungen profitieren.
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