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Kaum chinesische Erfolgsstories im Ausland

Keine Angst vor China

Insbesondere unter Wirtschaftsminister Peter Altmaier neigt die Politik zu einer Abschottungspolitik gegenüber China. Man will den Aufkauf von mittelständischen Firmen mit technisch herausragenden Produkten einschränken. Doch es gibt keinen Grund sich vor Chinas Kaufoffensive zu fürchten, findet ein Kenner der chinesischen Verhältnisse.

Die chinesische Investitionsoffensive in Europa muss niemand Kopfzerbrechen bereiten. „Chinesen sind gut in China. Außerhalb haben sie große Probleme. Die Denke ist eine ganz andere als im Westen", argumentiert Prof. Gunter Dufey, Mitglied des Board of Directors von Fuji Logitech, Tokyo/Shizuoka und GMAC Detroit. Dufey war vor seiner Emeritierung Professor in Michigan, hatte eine Gastprofessur in Stanford und war Inhaber des Lehrstuhls International Corporate Finance an der WHU - Otto Beisheim School of Management. Heute lebt er mehrere Monate im Jahr in Singapur und ist dort gut vernetzt.
Tatsächlich falle ihm bis auf Volvo in Schweden aus chinesischer Sicht keine Erfolgsgeschichte ein. Der Westen mache den Fehler, den „survivorship bias" nicht zu beachten. „Man schaut auf die wenigen Erfolge der Chinesen im Ausland und übersieht die zahllosen „Leichen auf dem Friedhof der Gescheiterten".

China verbrennt gerade Geld im Ausland


Das große Potenzial der deutschen „hidden Champions" liege in den eingespielten Ingenieurteams. Die aber seien gewöhnlich lokal verwurzelt. Der befürchtete Abzug von Wissen sei auf diesem Weg gar nicht möglich. China agiere so wie die Japaner in den 1970er und vor allem 80er Jahren. „Wer zu viel Geld hat, trifft blödsinnige Entscheidungen." So habe ihm ein Mitarbeiter und Firmeneinkäufer des chinesischen Staatsfonds China Investment Corporation (CIC) gesagt, er wisse, dass seine Arbeit nicht viel bringe.

Resozialisierung der chinesischen Wirtschaft


China hat unter Xingping den Rückwärtsgang eingelegt. In finanzielle Schwierigkeiten geratene Privatunternehmen würden laut Dufey resozialisiert. Die Kommunistische Partei habe vor Kurzem alle – auch die privaten – Firmen verpflichtet, einen Parteivertreter in ihren Unternehmen zu dulden. Die Angst der KP vor dem Kontrollverlust sei riesig. 40% der chinesischen Wirtschaft seien ohnehin Staatsbetriebe. Unternehmen, in denen politische Apparatschiks das Sagen haben, seien aber wirtschaftlich keine ernsthafte Konkurrenz.

Fazit

Es gibt keinen Grund den deutschen Markt vor „den Chinesen" zu schützen und durch politische Vorbehalte zu verbarrikadieren.

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