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Mehr Durchblick mit qualitativen Messgrößen

Kennzahlen: Was der Einkauf messen sollte

Einkaufskennzahlen können Sie rein quantitativ betrachten – das ist besser als nichts zu messen. Eindeutige Aussagen bekommen Sie aber erst, wenn Sie qualitativen und prozessualen Durchblick haben. Dafür schauen Sie genau auf Durchlaufzeit, Reklamationsquote, Kundenzufriedenheit, Einbindung des Einkaufs etc.

Viele Unternehmen erheben Kennzahlen nur dann und wann – und vergleichen oft Äpfel mit Birnen. Dabei gibt es eine Reihe wichtiger Kennzahlen die selten erhoben werden, die aber sinnvoll sind, um Veränderungen und der strategischen Entwicklung des Einkaufs besser gerecht zu werden. Das zeigen die Praxiserfahren der Kennzahlenfachgruppe beim Verband BME.

Selten genutzte, aber praxisrelevante Kennzahlen

  • Automatisierungsgrad. Gemessen werden kann z.B. der Anteil aller Beschaffungen, die über elektronische Kataloge abgewickelt wird.
  • Rahmenvertragsquote: Sagt aus, wie stark der Einkauf Bedarfsbündelungen durchsetzt und darum bemüht ist, Prozesse effizient zu gestalten und zu standardi-sieren.
  • Einbindungszeitpunkt. Je früher der Einkauf eingebunden wird, desto größer ist der Wertbeitrag, den er für seine Anforderer leisten kann (monetäre und nichtmonetäre Größen, etwa Effizienzsteigerung, Arbeitserleichterung).
  • Leistungsfähigkeit. Einfache Messgrößen für die Leistungsfähigkeit von Prozessen sind z.B. Durchlaufzeiten, durchschnittlicher Auftragswert oder Lagerumschlagshäufigkeit.
  • Interne Kundenzufriedenheit. Die Zufriedenheit mit dem Einkauf ist ein wichtiger Hebel. Nur bei guten Werten dürfte auch eine frühzeitige Einbindung gelingen.

Weitere Informationen

Fazit

Wollen Sie sich ein Bild vom Wertbeitrag des Einkaufs machen, sollten Sie zunächst mehr quantitative Kennzahlen reporten lassen. Danach den Anteil qualitativer Kennzahlen hochfahren.

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