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Russland mit neuer Arktisstrategie

Kürzerer Seeweg von Europa nach China

Russland will seine nördlichen Regionen stärker entwickeln. Im Zentrum steht die Infrastruktur zum Ausbau der Nordostpassage. Diese ist der kürzeste Seeweg zwischen Europa und China. Auf längere Sicht sollen die Ressourcen der Region stärker ausgebeutet werden.

Russland will bis 2035 die Nordostpassage  als Schifffahrtsweg ausbauen. Die Route ist attraktiv. Denn sie verkürzt den Seeweg zwischen Europa und China um 40% gegenüber dem südlichen Seeweg durch den Suezkanal. Zu Sowjetzeiten wurde die Passage häufiger genutzt. Doch erst 2009 kam es zu einer Renaissance. Der Klimawandel lässt das Eis des Nordmeers schmelzen. Die Nutzung wird damit günstiger. Denn die Passage kann immer länger Phasen im Jahr befahren werden. 

Starker Ausbau der Infrastruktur geplant

In den nächsten 15 Jahren will Russland die Infrastruktur der Region verbessern. Mindestens 40 Arktis-Schiffe sollen gebaut werden, vier regionale Flughäfen erweitert werden, Eisenbahnverbindungen und Seehäfen sollen neu errichtet werden.

Ein Glasfaserkabel soll die Kommunikation entlang der Küste verbessern. Mit der neuen Infrastruktur soll der Abbau von Bodenschätzen in der Region ermöglicht werden. Große Öl- und Gasvorkommen lagern in der Arktis. Rußland kann damit den Export der Ressourcen nach China ausbauen und seine Abhängigkeit von den europäischen Abnehmern verringern.

Fazit: Russlands Arktisstrategie soll nicht nur die nördlichen Regionen wirtschaftlich stärken, die unter der Abwanderung der Bevölkerung leidet. Sie soll auch den Anspruch Russlands auf große Teile der Arktis unterstreichen.

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