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Der Einfluss geopolitischer Konflikte auf globale Märkte

Kupferkrise im Kongo

Der Irankonflikt bedroht den Kupferbergbau im Kongo, da die Schwefelsäurepreise auf Rekordhoch klettern. Das Land, verantwortlich für 14% der weltweiten Kupferproduktion, importiert Schwefel für die Kupfererzgewinnung. Mit der Golfregion als Hauptproduzent in der Krise drohen Produktionsprobleme. Gleichzeitig steigen Chinas Kupferimporte, was den Weltmarkt beeinflussen könnte. Was bedeutet das für die Zukunft des Kupferpreises?

Der Irankonflikt gefährtet den Kupferbergbau im Kongo und könnte das Kupferangebot weiter verknappen. Ein Grund dafür ist auch der weiterhin hohe Preis für Schwefelsäure. In China kletterte der Preis Ende Februar mit 1.112 CNY je Tonne auf ein neues Allzeithoch und lag damit fast 120% über dem Niveau des Vorjahres. 

Während Schwefelsäure unter anderem ein Nebenprodukt bei der Raffinierung von Kupfer ist, wird sie in Zentralafrika für den Abbau von Kupfererzen benötigt. Der Kupferbergbau im Kongo ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und macht inzwischen rund 14% der weltweiten Kupfererzproduktion aus (hinter Chile mit 23%, aber noch vor Peru mit 10%). 

Im Kongo hohe Kupferkonzentration im Erz

Da das Kupfererz im Kongo eine relativ hohe Kupferkonzentration aufweist, wird dort das sogenannte Solvent extraction and electrowinning (SX/EW) Verfahren verwendet, bei dem in einem Vorprozess Schwefelsäure gebraucht wird. Und da die Kupferverarbeitung in Afrika weiterhin wenig ausgeprägt ist, muss insbesondere die Demokratische Republik Kongo Schwefel oder Schwefelsäure importieren, um Kupfererz abzubauen. Im vergangenen Jahr hat das Land knapp 1,3 Mio. t Schwefel importiert. 

Produktionsprobleme voraus

Da die Golfregion ein großer Produzent von Schwefel ist, welches aktuell aufgrund der Lage an der Straße von Hormus nicht auf den Weltmarkt kommt, dürfte es in den kommenden Wochen zu Produktionsproblemen bei Kupfererz im Kongo kommen. Auf der anderen Seite deuten die Einfuhren von Kupfererz und -konzentraten in China darauf hin, dass die dortige Kupferproduktion weiterhin steigt. So lagen die Importe von Kupfervorprodukten in der Volksrepublik im Januar/Februar rund 4,9% über dem Niveau des Vorjahres. Dies dürfte den Kupferpreis weiter treiben.

Fazit: Während China fleissig weiter Kupfer produziert, wird wegen des Krieges im Nahen Osten in Afrika das Material zur Kupferproduktion knapp. Damit bekommt der Kupferpreis eine weitere Aufwärtsperspektive.

Empfehlung: Mit einem ungehebelten Kupfer-ETC (Beispiel ISIN: DE000PB8C0P8) können Anleger von steigenden Kupferpreisen profitieren.

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