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Trotz Lohnzuwächsen: Verbraucher bleiben preisbewusst im Lebensmittelmarkt

Lebensmittelindustrie: Hoffen auf sinkende Inflation und Premiumkäufe

Trotz hoher Reallohnzuwächse in den vergangenen Monaten treten die Verbraucher weiter auf die Kostenbremse. Das spüren die Einzelhändler besonders stark. Der Trend des "Downtrading" ist noch nicht ausgelaufen. Darum verschärft sich der Rabatt-Wettbewerb in der Branche.

Die Lebensmittelindustrie hofft auf eine weiter rückläufige Inflation, damit die Kunden wieder zu den margenstärkeren Produkten greifen. Das erfahren FUCHSBRIEFE von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. Der zufolge haben die hohen Inflationsraten die Nachfrage in Richtung Discounter und zu den günstigen Handelsmarken verschoben. 

Verbraucher sparen trotz hoher Reallohnzuwächse

Der kräftige Anstieg der Reallöhne zeigt sich bisher noch nicht im Kaufverhalten. Die Nominallöhne in Deutschland waren im Jahr 2024 um 5,4% höher als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,2%. Damit lagen die Reallöhne im Jahr 2024 um 3,1% über dem Vorjahr. Das war der höchste Reallohnanstieg seit 2008. 

Die positive Lohnentwicklung setzt sich auch seit Jahresanfang 2025 fort. Die Nominallöhne sind im ersten Quartal 2025 um 3,6% gestiegen (ggü. Vj.). Da die Verbrauchspreise im selben Zeitraum um 2,3% geklettert sind, steht ein Reallohnplus von 1,2% gegenüber dem Vorquartal zu Buche. Die Reallöhne stiegen damit zum achten Mal in Folge, so das Statistische Bundesamt.  

Kostendruck in der Branche wächst

Das "Downtrading“ der Verbraucher ist noch nicht ausgelaufen. Das bestätigt der Bundesverband der Lebensmittelhändler. Der Umsatz mit günstigeren Handelsmarken hat spürbar zugenommen. Die Nachfrage nach Premiumprodukten ist aber noch gering. 

Darum bleibt der Wettbewerb in der Branche extrem hart. Die Werbung mit Aktionswaren und Rabatten wird zunehmend forciert. Angesichts der marginalen Marge von üblicherweise 1% steigt der Umsatzdruck bei den Händlern. Parallel steigen vielerorts die Kosten (Mieten, Energie). Die absehbare Mindestlohnerhöhung wird die Branche zusätzlich belasten.

Fazit: Die Reallohnzuwächse haben noch nicht wieder zu einer Verhaltensänderung der Verbraucher geführt. Der Griff zu margenstarken Produkten bleibt vielfach noch aus. Das forciert den Wettbewerb um Kundschaft mit Rabatten. Das dürfte sich auch erst dann ändern, wenn die Verbraucher insgesamt wieder zuversichtlicher in die Zukunft sehen.  
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