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Das E-Auto und die Folgen für die Autoindustrie

Leichtbau schwer im Kommen

Das E-Auto und die Folgen für die Autoindustrie. Copyright: Pixabay
Das E-Auto wird nicht nur zu Umsatzverlusten für Hersteller von Teilen für den Verbrennungsmotor und Getrieben führen. Es wird auch in einigen Bereichen für Wachstum sorgen. Neben den E-Motoren, und ähnlichen elektrischen Teilen entsteht vor allen Dingen durch das höhere Gewicht von E-Autos ein Wachstumspotenzial für viele Teilehersteller.

Durch das E-Auto werden zwar viele Zulieferer im Bereich Motoren und Getriebe Umsätze verlieren. Aber einige werden auch hinzugewinnen. Am stärksten wachsen die Bereiche E-Motoren, Batterien, Inverter und Hochvolt-Kabelbäume. Hier gibt es die höchsten Zuwächse. In diesem Jahr könnten sich die Umsätze nochmals verdoppeln. Danach könnten über ein paar Jahre mit 20 bis 30% zulegen, bevor das Wachstum um 2030 auf etwa 10% abflacht. Wie eine Studie des Beraters Kearney zeigt, bieten aber viele weitere Sektoren der Autoherstellung Wachstum. Ein wesentlicher Grund ist, dass E-Autos schwerer sind als gleichgroße Wagen mit Verbrenner.

Zuwächse auch in den Bereichen Leichtbau, Karosserie, Achsen, Bremsen

Daher wird die Bedeutung von Leichtbau und der Rohkarosserie zunehmen. Die Umsätze von fast 22 Mrd. Euro, den deutsche Zulieferer in dem Bereich 2019 erzielten, wird bis 2035 alleine durch die Umstellung auf E-Antriebe um 2% bis 3% pro Jahr zulegen. Ein ähnliches Wachstum erreicht der Bereich Achsen/ Radaufhängung (Umsatz 2019: 5,2 Mrd. Euro), sowie die Bordnetze. Die allerdings nicht auf Grund des neuen Antriebs, sondern wegen der zunehmenden elektronischen Steuerungen im Auto. Stärker noch wachsen Bremssysteme (Umsatz 2019: 5,3 Mrd. Euro) mit 3% bis 6% im Jahr bis 2035.


Fazit: E-Autos führen zu einer Verschiebung der Produktionswerte eines Autos. Wertschöpfung, die im Bereich Verbrennungsmotor und Getriebe verloren geht, wird an anderer Stelle, vom E-Antrieb bis zum Fahrwerk, neu aufgebaut.

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