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Angriffe auf dem Roten Meer führen zu Import- und Exportproblemen

Lieferketten durch Huthi-Rebellen bedroht

Chinesische Exporteure kämpfen mit Problemen, die von den Huthi-Rebellen im Roten Meer verursacht werden. Konsequenzen sind verlängerte Lieferrouten, teurere Exporte und verspätete Liefertermine. Für einige Exporteure aus China wird die Lage existenziell gefährlich, berichtet unsere FUCHS-Korrespondentin.

Die Angriffe der, vom Iran unterstützen, Huthi-Rebellen im Roten Meer setzen viele chinesische Unternehmen unter existenziellen Druck. Etliche Export-Unternehmen auf dem chinesischen Festland fürchten, dass sie das Jahr aufgrund der explodierenden Preise nicht überleben werden. Das berichtet unsere Korrespondentin aus China.   

Den chinesischen Exporteuren macht die verlängerte Lieferroute zu schaffen. Viele Reedereien meiden die Fahrt durch die Meerenge bei Jemen. Auf dem Weg vom fernen Osten nach Europa müssen die Schiffe nun einen Umweg um den gesamten afrikanischen Kontinent machen. Dadurch verlängert sich die Fahrt um mehr als eine Woche und auf über 6.000 Kilometer.

Chinesische Hersteller unter Druck

Die Importeure chinesischer Waren haben auf die längeren Transportzeiten reagiert. 19% der US-amerikanischen und 26% der europäischen Kunden haben ihre Lieferfristen aus Angst vor Lieferkettenunterbrechungen vorverlegt. Das berichtet die Schifffahrtsberatung Drewry nach einer Umfrage. Viele Importeure fordern die Bestellungen ihrer Waren bis zu einen Monat früher an als üblich. Das soll vor allem helfen, eine pünktliche Lieferung für das Weihnachtsgeschäft zu gewährleisten (FB vom 29.05.).

Das bringt die chinesischen Hersteller in Zugzwang. Laut der Hong Kong Small and Medium Enterprises Association, der Exporteure mit Fabriken auf dem chinesischen Festland angehören, wurden viele Hersteller durch die engeren Fristen stark geschädigt. Viele Fabriken arbeiten inzwischen am Wochenende. Für die Überstunden müssen sie auf dem Festland deutlich mehr Gehalt, teilweise den zweifachen Gehalt, zahlen.

Containerpreise steigen weiter 

Um die Produktionszeiten verkürzen zu können, mussten viele Hersteller bereits Kredite aufnehmen, um neue Maschinen zu kaufen. Das wiederum drückt auf ihre Gewinne, zu einer Zeit, in der viele ihre Preise senken, um amerikanische und europäische Käufer zu halten, die sich zunehmend nach anderen Quellen außerhalb Chinas umschauen.

Parallel dazu treiben die Angriffe auch die Container-Preise weiter in die Höhe. Die durchschnittlichen Kosten für den Transport eines 40-Fuß-Containers zwischen Asien und Nordeuropa beliefen sich Ende Juni auf 6.855 Dollar. Das zeigen Analysen des Frachtmarkt-Trackers Xeneta. Das ist ein Anstieg von über 110% in zwei Monaten und etwa eine Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Versicherungspreisen machen sich die Angriffe inzwischen deutlich bemerkbar.

Fazit: Die Angriffe der Huthi-Rebellen sind für viele chinesische Exporteure ein wirtschaftliches Desaster. Je länger sie andauern, desto größer wird der wirtschaftliche Druck. Perspektivisch könnte das kräftige Preiserhöhungen bei chinesischen Herstellern erzwingen.

Hinweis: Versuchen Sie vorsichtig zu eruieren, ob Ihre Lieferanten in der Existenz bedroht sind.

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