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Überangebot setzt Baumwollpreise unter Druck: Ein Ende des Preisverfalls nicht in Sicht

Marktanalyse: Warum der Baumwollpreis auf Talfahrt bleibt

Seit Monaten fällt der Baumwollpreis kontinuierlich und hat im Juli den tiefsten Stand seit Herbst 2020 erreicht. Der Preisrutsch wird durch ein erwartetes Überangebot verstärkt. Das US-Landwirtschaftsministerium prognostiziert eine deutliche Steigerung der Erntemengen, während auch der Verbrauch steigt. Ein Ende des Preisverfalls ist trotz der Abwärtsdynamik nicht absehbar. Die globalen Lagerbestände werden voraussichtlich weiter anwachsen.

Der Baumwollpreis kennt seit Monaten nur eine Richtung – abwärts. Ende Juli sank der Preis des richtungsweisenden Baumwoll-Futures an der Intercontinental Exchange (ICE) mit 67,50 US-Cent je Pfund auf das niedrigste Niveau seit Herbst 2020. 

Zur Einordnung: Ende Februar kostete Baumwolle noch mehr als 100 US-Cent je Pfund. Damit hat sich der Textilgrundstoff während der vergangenen fünf Monate um rund 40% verbilligt. Ein Ende der Talfahrt scheint trotz dieses dynamischen Abverkaufs nicht in Sicht. Mit dem Rutsch unter die 70-US-Cent-Marke sind aus technischer Sicht sämtliche Unterstützungsmarken gefallen.

Stark steigendes Angebot erwartet

Grund des jüngsten Preisverfalls: Das Baumwollangebot könnte in diesem Jahr deutlich steigen. So erwartet das US-Landwirtschaftsministerium USDA für die gerade begonnene Erntesaison 2024/25 eine deutliche Steigerung des weltweiten Angebots um 1,4 Mio. auf 26,2 Mio. Tonnen. 

Im Juli hatte das USDA seine Prognose nochmals um 170.000 Tonnen nach oben revidiert. Insbesondere in den USA dürfte die Erntemenge damit deutlich größer ausfallen, nämlich um mehr als eine Million Tonnen höher als im Vorjahr. Der Grund hierfür liegt in einer deutlich größeren Erntefläche, weil die Anbaufläche ausgeweitet wurde und es zu einer deutlich geringeren Aufgaberate kommen soll. Dadurch dürften im Herbst 3,2 Mio. Morgen bzw. 50% mehr Baumwollfläche zur Ernte kommen als im Vorjahr.

Verbrauch geht ebenfalls nach oben

Auf der anderen Seite soll der Verbrauch laut USDA auf 25,5 Mio. Tonnen steigen. Damit wäre der Baumwollmarkt überversorgt. Entsprechend dürften auch die weltweiten Lagerbestände steigen. Diese sollen laut der Studie Ende 2024/25 bei 18 Mio. Tonnen liegen und damit rund 730.000 Tonnen höher sein als zu Beginn des Erntejahres.

Fazit: Trotz des zuletzt kräftigen Preisverfalls bei Baumwolle ist ein Ende der Talfahrt vor dem Hintergrund eines überversorgten Marktes nicht in Sicht.

Empfehlung: Mit einem Open End Turbo Optionsschein auf Baumwolle (Beispiel ISIN: DE 000 VD6 1QP 1, keine Laufzeit, K.O.-Schwelle: 0,83 USD, Hebel 4) können trendfolgende Anleger von weiteren Preisrückgängen profitieren.

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