Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1445
Größter US-Börsengang des Jahres steht bevor

Abenteuerliche Bewertungen bei IPOs

IPO-Chefredakteur Stefan Ziermann
Die aktuell gute Börsenstimmung ist auch für viele IPOs ein Segen. Die Wahrscheinlichkeit für ordentliche Zeichnungsgewinne ist derzeit hoch. Das zeigt unter anderem der Börsengang von Pinterest. Ein anderer Big Player steht nun auch vor dem Börsengang und erhofft sich ebenso Gewinne. Doch er wird sich erst beweisen müssen.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Börsen setzen ihre dynamische Rally fort und die Zahlen bei den US-Börsengängen werden immer größer. Nachdem der Mitfahrdienst Lyft (zum Artikel) in den USA aufs Parkett gerollt ist, folgt nun UBER - das eigentliche Highlight (zum Artikel). Allerdings dürfte der Börsengang dem von Lyft ähneln: viel Hype und positive Vibrations für ein gutes Zukunftsgeschäft werden verbreitet.

Die aktuelle Börsenstimmung bringt eine hohe Wahrscheinlichkeit von Zeichnungsgewinnen mit sich. Einige der jüngsten IPOs in den USA lagen satt im Plus – trotz teils abenteuerlich hoher Bewertungen. Der erste Kurs von Pinterest (zum Artikel) lag immerhin 25% im Plus. Bei Zoom waren es sogar 80% über dem Ausgabepreis.

Von Euphorie getragene IPOs schlagen schnell um

Natürlich sorgen die institutionellen Adressen auch dafür, dass die Aufnahme der Kursnotierungen bei IPOs nicht zu einem Desaster roter Zahlen werden. „Echte" Kurse bilden sich dann aber erst in den folgenden Tagen und Wochen. Und da hat Lyft leider wie von uns prognostiziert gezeigt, dass viele Bewertungen einfach zu hoch sind – und dann ist die Luft eben auch schnell wieder heraus. Die Lyft-Aktie notiert inzwischen deutlich unter Ausgabepreis. Auch Uber wird sich erst noch beweisen müssen.

Auch in Europa belebt sich nun allmählich wieder die IPO-Aktivität. Sowohl aus Italien als auch aus Österreich sehen wir interessante Neuemissionen auf den Markt kommen. In Italien haben wir einen lukrativen Anbieter digitaler Zahlungabwicklungssysteme entdeckt (zum Artikel). Noch interessanter für Value-Investoren dürfte aber der Parkett-Neuling aus der Alpenrepublik sein. Frequentis (zum Artikel) ist ein Technologie-Unternehmen und bietet Sprachkommunikation und Software für Sicherheitsbehörden und Flugsicherungssysteme an. Und die Österreicher lassen es beim IPO sogar relativ ruhig angehen und dürften mit einer fairen Bewertung starten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen klaren Fokus bei Ihrer IPO-Auswahl und ein wenig Glück bei der Zuteilung von Stücken,

Ihr,

Stefan Ziermann, Chefredakteur

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Interview mit Rechtsanwalt Klaus Rotter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, München

Ombudsleute im Private Banking wenig gefragt

© RA Klaus Rotter
Rechtsanwalt Klaus Rotter sieht nach wie vor keine messbare Tendenz zur Kundenzentrierung in der Bankberatung. Nach wie vor würden für fertige Produkte die passenden Kunden gesucht und nicht umgekehrt, passende Produkte für Kunden entwickelt. "Zumal nach wie vor zweifelhafte Finanzprodukte wie Zertifikate, in großem Stil an Bankkunden empfohlen werden", meint Klaus Rotter zu Elke Pohl im Interview für die RUCHS/RICHTER PRÜFINSTANZ.
  • Fuchs plus
  • TOPs 2023, Auswahlrunde, Bankhaus Carl Spängler & Co. AG

Spängler, Die Megatrend-(Er-)Kenner aus Salzburg

Wie schlägt sich das Bankhaus Carl Spängler im Markttest TOPS 2023? © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
Für Anleger, die gern in Zukunftsthemen und Megatrends investieren wollen, gibt es bei etlichen Anbietern nur vage Informationen. Ob das Traditionsbhaus Carl Spängler hier mehr Durchblick hat? Auf der Website präsentiert sich das Haus sehr selbstbewusst und schraubt die Erwartungen des künftigen Kunden hoch. Aber ein unangefochtener 1. Platz in der 2022er TOPs-Bestenliste – 2021 war es ebenfalls ein Spitzenplatz – berechtigt schon zu einer gehörigen Portion Selbstvertrauen.
  • Fuchs plus
  • Erwarteter Investitionsanstieg bleibt aus

Unternehmen treten auf die Bremse

Sinkende Kurse. © peshkov / stock.adobe.com
Die Ausrüstungsinvestitionen der deutschen Industrie bleiben auch nach zwei Corona-Jahren, die zu einem erheblichen Investitionsstaugeführt haben, schwach. Wirtschaftsforscher erwarteten für dieses Jahr einen erheblichen Anstieg der Investitionen. Der wird nun durch den Russland-Ukraine-Krieg und den extrem gestiegenen Energiekosten zunichte gemacht.
Zum Seitenanfang