Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1060
Zur Situation

Cui bono?

Kommissionspräsident Juncker unter Druck | © Getty
Luxemburg-Leaks kommt nicht von ungefähr. Es geht vor allem gegen den neuen EU-Kommissionspräsidenten Juncker.
Warum erst jetzt? Warum mit dieser Vehemenz? Und wem zum Nutzen? Diese drei Fragen stellen sich zuerst in der Aufreger-Debatte um das Geschäftsmodell Luxemburgs. Das Großherzogtum lebt seit Jahrzehnten von der Steuervermeidung reicher Privatpersonen und den Sonderregelungen für Konzerne. Eine lange bekannte Tatsache. In Wahrheit haut man den Sack und meint den Esel: den neuen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker. Juncker trug schon vor Beginn seiner Amtszeit drei Bürden: Er war bei einigen wichtigen Regierungschefs, voran Briten-Premier David Cameron und Bundeskanzlerin Angela Merkel, nicht beliebt und nicht in seinem jetzigen Amt gewünscht. Seine Stellung war durch seine direkte Kandidatur vergleichsweise stark. Und er begann seine Amtszeit mit einer Strukturreform der Kommission (FB vom 1.10.), die eine effiziente Arbeit des Gremiums erlaubt. Sein Vorgänger als Kommissionspräsident, Manuel Barroso, war der Pudel der EU-Ratschefs. Die Regierungschefs hatten sich im Vertrag von Lissabon eine außerordentlich starke Stellung neben EU-Parlament und Kommission gesichert. Sie möchten diese nicht an Juncker abgeben. Was liegt da näher, als der „Qualitätspresse“ frühzeitig einen Hinweis auf „unerhörte Zustände“ im Großherzogtum zu geben, in dem Juncker so lange das Zepter führte? Ganz so gut bestellt ist die „Schatzkammer Luxemburg“ übrigens nicht. Das Ländchen mit der Einwohnerzahl Bremens hat mit 1.162% des BIP die höchste implizite Staatsschuld innerhalb der EU. Sie stammt aus sozialen Leistungsversprechen, die auch wesentlich in der Regierungszeit Junckers entstanden sind. Wie will der Staat diese ohne sein bisheriges Geschäftsmodell erfüllen? Cui bono? Im Raumschiff Brüssel beantwortet man die Frage so: Juncker wird nicht gehen müssen, aber er soll als geschwächter Präsident dem Rat nicht in die Quere kommen. Das dürfte die richtige Antwort auf diese Frage sein, meint Ihr Ralf Vielhaber.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Problematische Statik des Finanzgebäudes

Rezessionsnachricht drückt den Yen nur kurz

Die erneute Rezession setzt den Yen kurzfristig unter Druck. Doch dieser Druck dürfte bald verfliegen. Die japanischen Währungshüter haben noch weniger Raum für Lockerungen als die Kollegen in den USA oder in der Eurozone.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall Palladium

Unter Schock

Die Rohstoffmärkte sind bis auf wenige Ausnahmen (Gold) kräftig vom Corona-Fieber geschüttelt. Dau gehört auch Palladium, das vor allem an der Autoindustrie hängt. Eine bis vor Kurzem noch undenkbare Situation steht bevor.
  • Fuchs plus
  • Baumwollpreis auf Erholungskurs

Gut unterfüttert

Die Kurse für Baumwolle erholen sich langsam. Bildquelle: Pixabay
Es hätte schlimmer kommen können … Zwar wurde der Baumwollpreis von der Coronakrise ebenfalls deutlich getroffen. Aber einige fundamentale Nachrichten aus China und Brasilien stimmen die Anbieter hoffnungsfroh. Auch eine wichtige Behörde spricht ein Wörtchen mit.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Merkur Privatbank, Stiftungsmanagement 2020: Qualifikation

Anlageziele unrealistisch – oder doch nicht?

Wie schneidet die Merkur-Bank im Stiftungstest ab? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Die Merkur-Banker muten dem Kunden zunächst einen harten „Realitätscheck“ zu und konfrontieren ihn mit der Situation an den Kapitalmärkten, um dann mit einer Anlagemöglichkeit aufzuwarten, deren Renditeprognose eher dem Reich der Märchen und Sagen entnommen scheint.
  • Im Fokus: Silber- und Gold-Aktien

Angetrieben von Nullzins und Rettungsmilliarden

Gold- und Silber-Aktien profitieren von der aktuellen Rally. Copyright: Picture Alliance
Die Rettungsmilliarden, die um den Globus schwappen und die Nullzinspolitik der Notenbanken wirkt. Das spüren auch der Gold- und Silberpreis - und die passenden Aktien.
  • Fuchs plus
  • Hansen & Heinrich Aktiengesellschaft, Stiftungsmanagement 2020: Qualifikation

Ein noch recht junger Stiftungsfonds

Die Hansen & Heinrich AG weckt die Erwartungen des Stiftungskunden, indem sie gut auf die gemachten Vorgaben eingeht. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Die Hansen & Heinrich AG weckt die Erwartungen des Stiftungskunden, indem sie gut auf die gemachten Vorgaben eingeht. Diesen wird sie in der Präsentation aber nur teilweise gerecht.
Zum Seitenanfang