Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
544
Mehrkosten und Mehr-Nutzen des vergrößerten Bundetags in ungesundem Verhältnis

Das Wahlrecht muss schleunigst geändert werden

Chefredakteur R. Vielhaber ©Fuchsbriefe
Der Bundestag verschlingt immer mehr Geld. Dabei stehen die Kosten in keinem gesunden Verhältnis zum Nutzen, den das mit der letzten Wahl um 78 Abgeordnete vergrößerte Parlament mit sich bringt, kommentiert FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber.

Jetzt sollte auch der letzte Abgeordnete die Glocke läuten hören. Beinahe 1 Mrd. Euro kostet der Bundestag im nächsten Jahr die Steuerzahler. Laut Rechnungshof rund 100 Mio. mehr als 2017. Noch nicht vergessen ist: Vor Kurzem noch hatte die Mehrheit der 709 Abgeordneten auf Drängen der SPD entschieden, den Parteien im kommenden Jahr 190 Millionen Euro statt bisher jährlich 165 Millionen zuzuschustern.

So geht das nicht weiter. Es wird dringend Zeit für die Wahlrechtsreform. Sonst verspielt die Politik den Rest an Glaubwürdigkeit und Vertrauen, der ihr geblieben ist. Ist das Parlament wegen seiner Größe effizienter? Wohl kaum? Fühlen sich die Bürger durch das Mehr an Abgeordneten besser vertreten? Wohl nicht. Ist die Sitzverteilung fairer als in früheren Zeiten? Auch das sehen die meisten Experten nicht so.

Gehen die höheren Ausgaben mit einem Mehr an Leistung einher? Nein. Im Gegenteil: Wegen der langen Koalitionsverhandlungen hatten die Abgeordneten ein Dreivierteljahr Zwangspause. Hat sich die Qualität der Debatten erhöht? Vielleicht marginal. Aber vor allem wegen der neuen Konfrontationslage, seit die AfD die größte Oppositionspartei ist.

Noch hat der Bundestag einen Ruf zu verlieren. Die Abgeordneten sollten also Gas geben. Sonst könnte sich noch der Eindruck verfestigen, der Bundestag diene vor allem der Politikerversorgung.
Zahlreiche Mandatsträger verdienen dort mehr als in ihren zivilen Berufen. Sind sie dann noch Ausschussvorsitzende, gibt's noch mal ein Extrasalär. Davon will verständlicherweise niemand gerne lassen.

Doch das darf nicht zum zentralen Hinderungsgrund für die dringend nötige Reform werden. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble gilt unter Parteifreunden im neuen Amt als nicht ausgelastet. Er könnte jetzt selbst etwas dagegen tun. Wartet er zu lange, kann die Reform möglicherweise nicht mehr rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl in Kraft treten. Bei zu knapper Frist könnte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Einspruch erheben.
Weniger ist mehr. Darum geht es jetzt, meint Ihr

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • VP Bank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

VP Bank: Nicht immer ganz den Ton getroffen

Die VP Bank erhält in der Gesamtwertung das rating »Gut«.
Selbst wenn die Komposition stimmig ist, der Ton macht die Musik: Den hat die VP Bank schon im Beratungsgespräch nicht immer ganz getroffen. Das setzt sich in der schriftlich ausgearbeiteten Vermögensstrategie stellenweise fort.
  • Fuchs plus
  • Hypo Vorarlberg Bank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Hypo Vorarlberg Bank: Hin und wieder vorbeigeschossen

Die Hypo Vorarlberg Bank erhält in der Gesamtwertung das rating »Befriedigend«.
„Achtsam wirtschaften – wir gestalten Zukunft nachhaltig." Mit solchen Sätzen hat die Hypo Vorarlberg auch unseren Kunden für sich eingenommen. Doch um ihn wirklich zu gewinnen, hätte sie ihre eigenen Ansprüche konsequenter durchhalten müssen.
  • Fuchs plus
  • Bank Schilling & Co. | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Bank Schilling & Co.: Schwer nachgelassen

Die Bank Schilling erhält in der Gesamtwertung das rating »Das weite Feld«.
Aller Anfang ist schwer. Bei der Bank Schilling verhält es sich genau andersherum. Sie überzeugt uns im Beratungsgespräch anfänglich mit Leichtigkeit, tut sich dann aber zunehmend schwer, das Niveau in der schriftlichen Ausarbeitung zu halten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Grüner Fisher Investments | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Grüner Fisher Investments: Es fehlt der Einblick

Grüner Fisher erhält in der Gesamtwertung das rating »Das weite Feld«.
Am 14. Januar 1999 gründete Thomas Grüner die Thomas Grüner Vermögensmanagement GmbH. Mitte 2007 erwarb der amerikanische Milliardär Ken Fisher eine Beteiligung an dem Unternehmen. Seitdem lautet der Firmenname Grüner Fisher Investments GmbH. Die Ansprüche des Unternehmens sind Solidität, Nachhaltigkeit, Transparenz und Integrität. Leider konnten wir davon zu wenig verifizieren.
  • Fuchs plus
  • Ayondo Markets

Spezialist für Social Trading

Der Social Trading-Spezialist Ayondo präsentiert auch in diesem Jahr ein gutes Angebot. In anderen Kategorien lief es leider in den vergangenen Jahren besser.
  • Fuchs plus
  • FXProRO

Solider Mittelfeld-Broker

FXPro begrüßt uns auch in diesem Jahr mit einem soliden, wenn auch nicht überragendem Angebot. Punkte lässt das Haus vor allem in der Kategorie Transparenz liegen.
Zum Seitenanfang