Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2238
Gerade jetzt müssen Unternehmer etwas unternehmen

Dem "Weltuntergang" widerstehen

Ralf Vielhaber, Chefredakteur FUCHSBRIEFE. © Foto: Verlag FUCHSBRIEFE
Nicht nur die Politik ist gefordert, Unternehmer sind es in diesen Tagen in besonderem Maße auch. Sie müssen erfahren, dass Ihnen Entscheidungen aus der Hand genommen werden, aber auch erkennen, was Sie nun selbst schnell entscheiden müssen. Und dies mit Entschlusskraft umsetzen, kommentiert FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber.

Liebe Leser der FUCHSBRIEFE,

ich hoffe Sie sind gesund und behalten Ihre Zuversicht. Das scheint mir gerade das Wichtigste zu sein. Uns alle beschäftigen im Moment mehrere Sorgen: um die Familie, die Freunde, die Mitarbeiter, aber natürlich auch um unsere Unternehmen und die unserer Geschäftsfreunde und -partner. Es gilt, kühlen Kopf zu bewahren. Die Pandemie ist schlimm, aber es ist nicht die Pest.

Schwierige Abwägungsfragen der Politik

Wenn ich es richtig verstehe, lässt sich die Infektion von 60-70% der Bevölkerung nicht vermeiden, nur hinauszögern. Jede Woche Verzögerung verbessert die Chancen auf medizinische Versorgung – und verschlechtert die wirtschaftliche Lage. Ich hoffe, die Politik wägt richtig ab. Sonst gilt am Ende: Operation gelungen, Patient tot. Wenn uns die Unternehmen und erneut das sowieso labile Finanzsystem wegbrechen, dann gibt es auch keine Gesundheitsversorgung mehr. Rationale politische Entscheidungen müssen auch das einbeziehen. 

Gerade jetzt: Business as usual

Wir haben uns bei FUCHSBRIEFE entschlossen, soweit es uns möglich ist, business as usual in der Berichterstattung walten zu lassen. Es soll sich nicht ständig alles um Corona drehen. Redundante Informationen erhalten Sie in diesen Tagen genug. Dass es ein wirtschaftlich schwieriges Jahr wird, wissen wir alle. Wir haben schon vor einem Monat erwartet, dass uns eine Corona-Rezession ins Haus steht. Doch zu sagen, wie schwierig es wird, ist reine Kaffeesatzleserei oder besser: Es ist eine Frage der Zeit.

Unser Ansatz wird es sein, uns vorwiegend mit den langfristigen Folgen für unser Wirtschaftssystem zu befassen. Ich sehe die Krise vor allem als Turbo für die Plattformwirtschaft und Digitalisierung. Unternehmen, die hier gut aufgestellt sind, werden die Gewinner sein. Und wer sich bei der Digitalisierung etwas mehr Zeit gelassen hat, wird nun schnell und konsequent handeln müssen. Ich glaube, das ist jetzt die zentrale Aufgabe von Unternehmern. Dazu wünsche ich Ihnen die nötige Entschlusskraft.

Bleiben Sie gesund und tatkräftig, wünscht Ihr
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • China-Flugverkehr

Schon bald wieder China-Flüge

Schon sehr bald dürfte es wieder möglich sein nach China zu fliegen. Die chinesische Regierung bemüht sich intensiv darum. Und greift zu unorthodoxen Maßnahmen.
  • Fuchs plus
  • Streit um Schadenersatz

Heimlich installierte Kamera im Hausflur

Eine Videoüberwachung im Treppenhaus in einem Mietshaus ist nur dann erlaubt, wenn alle Mieter zustimmen. Verlangt ein Mieter die Demontage, muss das geschehen. Aber steht ihm dann auch noch Anspruch auf Schadensersatz zu?
  • Fuchs plus
  • Es ist nicht alles rabenschwarz

Da geht noch was

Einen Wirtschaftseinbruch von bis zu 20,6 Prozentpunkte. Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich massiv verschlechtert. Der vorläufige ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 87,7 Punkte eingebrochen – der stärkste Rückgang seit 1991 und der niedrigste Wert seit August 2009. Dennoch gibt es immer wieder Gründe, den Kopf nicht hängen zu lassen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Keine hohen Hürden

Nebenkostenabrechnung muss nur vier Anforderungen erfüllen

Wenigstens der Bundesgerichtshof (BGH) macht ernst mit dem Abbau überbordender Bürokratievorschriften. In seinem jüngsten Urteil geht es um die Anforderungen, die an eine Nebenkostenabrechnung einer Immobilie zu stellen sind. Vereinfachung ist angesagt: Dem BGH reichen vier Punkte.
  • Fuchs plus
  • Streit um Schadenersatz

Heimlich installierte Kamera im Hausflur

Eine Videoüberwachung im Treppenhaus in einem Mietshaus ist nur dann erlaubt, wenn alle Mieter zustimmen. Verlangt ein Mieter die Demontage, muss das geschehen. Aber steht ihm dann auch noch Anspruch auf Schadensersatz zu?
  • Fuchs plus
  • Trotz grauenhafter Wirtschaftsdaten

Der Japan bleibt ein sicherer Hafen

Japans Währungshüter halten den Fuß auf dem Gaspedal. Sie wollen die Inflation näher an das 2%-Ziel bringen. Das gelingt ihnen allerdings seit Jahrzehnten nicht.
Zum Seitenanfang