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Das falsche Wirtschaftsmodell?

Der Exportweltmeister straft seine Kritiker Lügen

Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber. © Foto:Verlag FUCHSBRIEFE
Wir haben das falsche Wirtschaftmodell. So sehen es viele Ökonomen. Sie müssen erklären, wie Deutschland ohne seinen starken Export aus der konjunkturellen Talsohle käme, meint FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber.

„Exportweltmeister“ – Was haben wir doch Prügel bezogen für das deutsche Wirtschaftsmodell. Von den internationalen Institutionen wie OECD, IWF, unseren europäischen Freunden, die allerdings ganz gerne ihre Scheibe von den Einnahmen abschneiden, den Amerikanern und nicht zuletzt einer Schar heimischer Ökonomen, die auf unhaltbare Ungleichgewichte verweisen, weil wir mehr und Höherwertiges ins Ausland verkaufen, als im Ausland einkaufen.

Wirtschaftsforscher deuten mahnend auf die Umbrüche in der Welt, größeren Protektionismus, neue Lieferketten und nicht zuletzt den riesigen Kapitalexport der mit den enormen Leistungsbilanzüberschüssen verbunden ist. Wir schaffen unser Geld ins Ausland, statt es hier zu investieren. Da ist was dran. Doch es hat Gründe. Sie liegen zu einem Gutteil in der saturierten, alternden Gesellschaft.

Der Export zieht uns aus dem Pandemie-Sumpf

Was wären wir gerade jetzt ohne die enorm starke Exportindustrie? Sie ist es, die Deutschland konjunkturell aus dem Sumpf zieht. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind soeben von 11,9 Punkten auf 24,9 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Januar 2011. Die Exportwirtschaft profitiert von einer starken Konjunktur in Asien und den USA. Nicht vom Euroraum. Da wissen wir, wie mühselig der sich berappelt.

Wie bescheiden sähe es gerade in der Pandemie aus, wenn wir ein Binnenmarkt orientiertes Modell hätten. Deutschlands Konjunktur wäre mausetot. Die Dienstleistungswirtschaft liegt seit einem Jahr am Boden. Der Handel verliert immer mehr Marktanteile an Amazon. Der Kultursektor in der Pandemie heißt netflix. Es gäbe keinen Kapitalexport mehr. Dafür aber schnell neue Ungleichgewichte. Denn unsere Schuldenberge wären ruckzuck untragbar.

Never change a running system – so statisch sehe ich es nicht. Auch funktionierende Systeme müssen angepasst werden, damit sie in der Zukunft funktionieren. Die Automobilwirtschaft weiß ein Lied davon zu singen. Aber anpassen ist eben nicht abschaffen. Herzlich grüßt Sie und wünscht erholsame und gesunde Ostertage, Ihr Ralf Vielhaber

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