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Editorial

Die Börse vor dem euphorischen Ende einer Hausse?

Steigende Ölpreise und ein wieder werdendes Europa, führen einen kritischen Blick auf die Märkte herbei. Chefredakteur Stefan Ziermann blickt nicht ohne Sorge auf die Entwicklung der Konjunktur.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

beim Blick auf die Märkte bekomme ich langsam ein mulmiges Gefühl. In Europa braut sich eine Schuldenkrise 2.0 an. Das Ausscheren Roms auf den italienischen Sonderweg stellt die Euro-Gemeinschaft im Kern infrage. Europa ist also wieder mal mit sich selber beschäftigt.

Die USA verfolgen derweil knallhart ihre Interessen. Die Sanktionen gegen den Iran treiben den Ölpreis an. Allerdings stört das die USA nicht mehr, da sie längst Öl-Exporteur sind. Parallel dazu setzt die Trump-Administration über Zolldrohungen immer neuebilaterale Handelsabkommen in Kraft.

US-Zinstanstieg in Aussicht?

Die US-Notenbank könnte aber bald zum Spielverderber werden. Angesichts der robusten US-Konjunktur könnte die Fed die Zinsen schneller als bisher von vielen erwartet hochziehen. Die US-Renditen klettern jedenfalls zügig über 3%. Die Finanzierung des US-Konjunkturaufschwungs und vor allem des hohen Aktienkreditvolumens wird also immer teurer.

Meine Gretchenfrage: Wie lange können die US-Aktien den Zinsanstieg ausblenden? Meine Überzeugung ist, dass dies nicht ewig dauern wird – auch wenn die US-Wirtschaft noch weiter stark wächst. Ein Problem dabei ist freilich das Timing. Aber klar ist auch: Die Börse wird den Abschwung vorwegnehmen. Denn sie schaut immer voraus und preist Zukunft ein. Ich denke, uns steht ein heikles viertes Quartal bevor – und dennoch warte ich auf die typische Euphorie-Phase an den Märkten, die üblicherweise den großen Schlusspunkt einer Hausse setzt.

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