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Gesichtserkennung im Alltag

Die hässliche Seite der Medaille

Seit dem 1. August läuft am Berliner Bahnhof Südkreuz das Pilotprojekt zur Gesichtserkennung. (c) dpa
Die Gesichtserkennung wird bald kommerziellen Anwendungen zur Verfügung stehen. Daraus kann Nutzen entstehen. Aber es gibt auch ein zweites, hässliches Gesicht, dass sich schnell zeigen wird.
Die Gesichtserkennung ist auf dem Vormarsch. Der Staat will sie verstärkt einsetzen. Auch privat werden wir uns in einer neuen Welt zurechtfinden müssen. Ob sie schön ist, hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Natürlich gibt es eine Reihe sehr nützlicher Anwendungen. Sie fahren Auto und eine Kamera läuft mit, die ihren Gesichtsausdruck analysiert. Der heute noch eher unbrauchbare Müdigkeitsassistent wird treffsicher. Windige Zeitgenossen, die am Flughafen einchecken wollen, werden binnen Sekundenbruchteilen am kleinen Zucken im Gesicht erkannt, das der durch Gespräche mit seinen Kollegen abgelenkte Sicherheitsmann übersieht. Das Silicon Valley wird solche Anwendungen in Kürze auf den Markt bringen. Doch es gibt noch ein anderes, hässliches Gesicht, dieser neuen Möglichkeiten. Lassen Sie uns ein wenig „spinnen“. Auch die Entwickler von Kindereien werden die neuen Möglichkeiten nutzen. So können mit einer winzigen Kamera über das Handy Promis in einer Menschenmenge erkannt werden. Das mag insbesondere der zweiten Promi-Reihe recht sein. Ein anderes, um sich greifendes Verhalten dürfte zu größeren Irritationen führen: der Internet-Pranger. Auch er ist auf dem Vormarsch. Jüngst hat die Heinrich-Böll-Stiftung, die den Grünen nahesteht, eine Seite vom Netz genommen (Agentin.org), die als Internet-Pranger für all jene diente, die dem Gender Mainstreaming mit all seinen Auswüchsen öffentlich widersprechen. Die Behauptung war, das sei „antifeministisch“. Daher gehöre es gebrandmarkt. Demnächst in aller Öffentlichkeit auf der Straße? Es wäre schon ein Wunder, wenn darauf kein App-Entwickler käme. Besonderen Anfeindungen unterliegen Politiker und Unternehmer. Worauf dürfen sie sich freuen, wenn ihr Gesicht erkannt wird? Wird der Unternehmer, dessen Firma gerade wegen eines „Lebensmittelskandals“ in der Presse war, von der Handy-App erkannt? Vielleicht ruft das Telefon dann „Giftmischer“. Wie lustig. Man wird auch sicherlich filtern können, welche Menschen sofort erkannt werden sollen. Name and shame – das könnte künftig mittels App im öffentlichen Raum stattfinden. Jede Münze hat ihre zwei Seiten, meint Ihr Ralf Vielhaber.
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