Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2311
Asiatische Staaten schließen sich zum weltweit größten Binnenmarkt zusammen

Ein neuer Maßstab für den Freihandel entsteht

Europa steigt ab zu einer Regionalmacht. Copyright: Pixabay
RCEP – hinter dieser nichtssagenden Abkürzung steckt ein gewaltiges Vorhaben. In Asien entsteht unter diesem Kürzel der größte Binnenmarkt der Welt. Am Montag wollen die 16 beteiligten Staaten die Verhandlungen beenden. Das ist gut für den Welthandel. Aber auch für Europa und den Euro?

Von wegen, der Freihandel ist tot! Am Montag soll in Bangkok die größte Freihandelszone der Welt enstehen. Ein Binnenmarkt, etwa dreimal so groß wie der europäische – je nach Maßstab. RCEP ist ein Freihandelsabkommen zwischen zehn Mitgliedstaaten der Association of Southeast Asian Nations (Asean) und ihren sechs Freihandelsabkommenspartnern China, Indien, Südkorea, Japan, Neuseeland und Australien. Auf diese 16 Länder entfallen ein Drittel des globalen Bruttoinlandsprodukts, 40% des Welthandels und fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Gleichzeitig emanzipiert man sich von den USA. Deren Erpressungspotenzial gegenüber China sinkt zunehmend.

Europa schrumpft derweil um die Briten und wird bald nur noch 12% des Welthandels ausmachen. Es kann noch so viele Albaniens einbinden, im Konzert der Mächte der Zukunft wird es ökonomisch eine Mittelmacht sein, politisch ein Kleinstaat und militärisch ein Zwerg. Mitreden wird es vielleicht hier und da dürfen, mitbestimmen nicht mehr. Mit dem wachsenden Einfluss Frankreichs wird der Etatismus gestärkt, die Wettbewerbsfähigkeit weiter geschwächt. Die Vorbildfunktion, die Europa einmal hatte, wandert nach Osten.

Fazit: Die Bedeutung des Euro sinkt mit der Bedeutung Europas. Die Frage stellt sich also immer drängender: Wie hoch darf der Einsatz für die fehlkonstruierte Währung noch werden?

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Gewinner der Woche: Kaiser Partner und A&Q setzen sich vom Feld ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 7 (Private-Banking) nutzt ein Teil der Vermögensverwalter die Marktphase konsequent aus. Während das Benchmarkdepot ohne jeden Eingriff von der positiven Marktentwicklung profitiert, erzielen einzelne Häuser durch gezielte Allokationsentscheidungen deutlich höhere Vermögenszuwächse. Auffällig ist dabei: Sowohl aktives Handeln als auch disziplinierte Untätigkeit führen zu Outperformance. Der Unterschied liegt im Risikoprofil – und in der Qualität der Entscheidungen.
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 19: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet ziehen am Benchmarkdepot vorbei

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) erlebt eine Woche ohne jede Handelsaktivität – und gerade deshalb wird der Leistungsvergleich gnadenlos klar. Marktbewegungen legen offen, welche Depotstrukturen tragen und welche schwanken. Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet nutzen ihre Marktnähe und ziehen am Benchmarkdepot vorbei. Das Benchmark selbst wächst ruhig und risikofrei. Der Vergleich zeigt, wer kurzfristig gewinnt – und wer langfristig überzeugt. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • US-Unternehmen stückeln Großemissionen: Chancen und Risiken für Anleihekäufer

Amazon, Honeywell und Co.: Wie Tranchen die Finanzierung und Renditen verändern

US-Konzerne zerlegen rekordgroße Anleihepakete in immer mehr Tranchen. Das erhöht die Auswahl für Privatanleger, verändert aber die Handelbarkeit einzelner Stücke. CFOs gewinnen Spielraum bei Laufzeiten und Zinsaufschlägen. Worauf Anleger bei Zinsrisiko und Spreads achten müssen, erläutern FUCHS-DEVISEN.
Zum Seitenanfang