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Asiatische Staaten schließen sich zum weltweit größten Binnenmarkt zusammen

Ein neuer Maßstab für den Freihandel entsteht

Europa steigt ab zu einer Regionalmacht. Copyright: Pixabay
RCEP – hinter dieser nichtssagenden Abkürzung steckt ein gewaltiges Vorhaben. In Asien entsteht unter diesem Kürzel der größte Binnenmarkt der Welt. Am Montag wollen die 16 beteiligten Staaten die Verhandlungen beenden. Das ist gut für den Welthandel. Aber auch für Europa und den Euro?

Von wegen, der Freihandel ist tot! Am Montag soll in Bangkok die größte Freihandelszone der Welt enstehen. Ein Binnenmarkt, etwa dreimal so groß wie der europäische – je nach Maßstab. RCEP ist ein Freihandelsabkommen zwischen zehn Mitgliedstaaten der Association of Southeast Asian Nations (Asean) und ihren sechs Freihandelsabkommenspartnern China, Indien, Südkorea, Japan, Neuseeland und Australien. Auf diese 16 Länder entfallen ein Drittel des globalen Bruttoinlandsprodukts, 40% des Welthandels und fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Gleichzeitig emanzipiert man sich von den USA. Deren Erpressungspotenzial gegenüber China sinkt zunehmend.

Europa schrumpft derweil um die Briten und wird bald nur noch 12% des Welthandels ausmachen. Es kann noch so viele Albaniens einbinden, im Konzert der Mächte der Zukunft wird es ökonomisch eine Mittelmacht sein, politisch ein Kleinstaat und militärisch ein Zwerg. Mitreden wird es vielleicht hier und da dürfen, mitbestimmen nicht mehr. Mit dem wachsenden Einfluss Frankreichs wird der Etatismus gestärkt, die Wettbewerbsfähigkeit weiter geschwächt. Die Vorbildfunktion, die Europa einmal hatte, wandert nach Osten.

Fazit: Die Bedeutung des Euro sinkt mit der Bedeutung Europas. Die Frage stellt sich also immer drängender: Wie hoch darf der Einsatz für die fehlkonstruierte Währung noch werden?

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