Geldtipp #59:Welche Chancen und Risiken Privatkredite bieten
Privatkredite gelten als boomende Anlageklasse: Statt Banken vergeben Fonds Unternehmenskredite, der Markt ist seit der Finanzkrise massiv gewachsen und umfasst inzwischen mehrere Billionen Dollar. Gleichzeitig mehren sich erste Warnsignale: Mittelabflüsse, gesunkene Kurse und begrenzte Rücknahmen zeigen wachsende Skepsis.
Das zentrale Versprechen lautet stabile Erträge bei geringen Schwankungen. Der Haken: Viele dieser Kredite sind illiquide, also kaum handelbar. In Stressphasen können Anleger ihr Geld nur verzögert oder mit Abschlägen zurückbekommen. „Semi-liquide“ Strukturen verschärfen das Problem, da Rückgaben gedeckelt sind.
Das Risiko kann lange unterschützt werden
Zudem sind Bewertungen oft modellbasiert und schwer überprüfbar. Das Risiko kann lange unterschätzt werden und sich dann abrupt entladen. Hinzu kommt: Privatkredite finanzieren häufig Unternehmen mit geringerer Bonität, weil klassische Banken sich zurückhalten
Der Markt ist eng mit Banken, Versicherern und Fonds vernetzt und daher relevant für das Finanzsystem. Eine akute Krise sehen die Experten nicht zwingend, warnen jedoch vor unangenehmen Überraschungen für Anleger. Besonders Umbrüche wie Künstliche Intelligenz können Geschäftsmodelle und damit Kreditrisiken schneller verändern als erwartet.
Fazit: Die Steuer auf fiktive Gewinne ist bislang ein Szenario, kein Gesetz. Ihre Einführung wäre jedoch ein gravierender Eingriff in Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Anleger sollten das Thema ernst nehmen, die politische Entwicklung beobachten und ihre Portfolios so strukturieren, dass Liquiditätszwänge möglichst vermieden werden.
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