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Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben

Gezeitenwechsel auf den Märkten

Gezeitenwechsel auf den Märkten. Copyright: Ralf Vielhaber
3,9% Preissteigerungsrate im August: Viele Volkswirte reden von einem Basiseffekt. Nachholkäufe nach der Zeit der Pandemie, zeitweise unterbrochene Lieferketten und Produktionsschwierigkeiten bei sehr hoher Auftragslage – all das seien vorübergehende Erscheinungen. Vielleicht. Aber es gibt noch viel mehr und viel gewichtigere Argumente, warum sich die Inflation nicht wieder in ihr Schneckenhaus verzieht, in dem sie nun fast drei Jahrzehnte verbracht hatte.

Im Herbst 2021 befinden wir uns – wahrscheinlich – mitten im Gezeitenwechsel der Finanz- und Kapitalmärkte. Die Zeit der Ebbe ist vorüber, die Flut kommt. Ebbe: Das waren jahrzehntelang stabile Verbraucherpreise in den allermeisten Industrieländern – knapp über oder nahe am Nullpunkt. Man sprach häufiger von Deflation als von Inflation. Von zeitweisen Ausnahmen abgesehen. Flut: Das sind wieder anziehende Verbraucherpreise, nach einer langen Phase bereits stark gestiegener Vermögenspreise. Unklar ist, wie schnell und wie hoch die Flut steigt. Und ob daraus sogar eine Sturmflut werden kann. Also galoppierende Verbraucherpreise oder Schlimmeres.

Wir werden uns in unserem aktuellen Geldanlagebuch Anlagechancen 2022 ganz der Geldanlage im Gezeitenwechsel widmen. In welchem Umfeld findet der Wechsel von Ebbe zu Flut statt? Sind wir psychologisch darauf vorbereitet? Eine ganze Generation ist mit extrem stabilen Verbraucherpreisen groß geworden. Was sind die Treiber der Inflation, was bremst sie ab – oder aus? (Wie) haben sich die Märkte darauf eingestellt? Wie groß ist das Risiko, dass sie nicht nur korrigieren, sondern vom Hausse- in den Baisse-Modus umschalten? Was kann die Geldpolitik dagegen tun? Und kann sie überhaupt ausreichend dagegen tun, ohne gewaltige „Kollateralschäden“ zu erzeugen? Und natürlich: Was bedeutet das für die einzelnen Anlageklassen. Für die nominalen Anlageformen wie Anleihen und Sparkonten? Und für die realen, wie Aktien, Betriebsvermögen, Rohstoffe, Immobilien? Wieviel Inflation tut den einzelnen Anlageklassen gut? Und wann wird sie abträglich, wo sind Kipppunkte?

Worauf muss sich der Anleger einstellen?

Worauf also muss und worauf kann man sich oder besser: sein Vermögen einstellen? Wo müssen wir unser Anlageportfolio neu aufstellen? Und wann ist die Zeit zum Handeln gekommen? Wieviel Zeit bleibt uns noch? Sollen wir auf den Aktienmärkten mittanzen, solange die Musik spielt, wie es der einstige Chef der Citibank, Chuck Prince, ein Jahr vor Beginn der Finanzkrise 2008 formulierte? Oder sollen wir in diesem Herbst besser die Tanzfläche verlassen? Zumindest mit einem Teil unserer Aktienanlagen. Auch dabei gilt es zu bedenken: Entgangene Gewinne sind ebenfalls Verluste – das machen sich nur wenige Anleger klar. Andererseits: Kommt es zu einer heftigen Korrektur oder Schlimmerem – einer längeren nachfolgenden Baisse, weil sich die Märkte neu einstellen – dann wird man sich zu Recht über nicht realisierte Gewinne ärgern.


 

Fazit: Ich bin mit dem FUCHSBRIEFE-Redaktionsteam davon überzeugt, dass der Gezeitenwechsel gerade stattfindet. (Zu) viele Gründe sprechen mittlerweile dafür. Daher lege ich Ihnen in diesem Jahr ganz besonders unsere strategische Analyse ans Herz. Das Buch erscheint Mitte Oktober. Derzeit können Sie zum Vorzugspreis über unsere FUCHS-Shop ordern. Ich wünsche Ihnen eine gewinnbringende Lektüre. Ihr Ralf Vielhaber

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