Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
306
Ein Parteivorsitzender, der „gar nix“ anstrebt, erinnert an den Scheinriesen Tur Tur in Jim Knopf

Martin Schulz, das Fähnchen im Berliner Wind

Ralf Vielhaber
Martin Schulz war angetreten, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden. Dies wäre ein Albtraum geworden– für ihn selbst und für die Republik –, meint Fuchsbriefe Chefredakteur Ralf Vielhaber.

Wer Jim Knopf kennt, der kennt auch den Scheinriesen Tur Tur. Der wird immer kleiner, je näher man ihm kommt. Mein Scheinriese heißt Martin. Martin Schulz. Er war für die SPD angetreten, Kanzler zu werden. Größe schien er zu haben, schließlich hatte er jahrelang als Präsident des Europäischen Parlaments fungiert.

Martin wurde nicht Kanzler. Denn, je näher er dem bundesdeutschen Wähler kam, desto mehr schrumpfte er auf das Format eines politischen Zwergs, ohne Idee – und, was jetzt auch noch glasklar wird – ohne Haltung. Ein Fähnchen im politischen Wind Berlins, flatternd in dessen permanentem Richtungswechsel, je nachdem woher der Wind gerade bläst und wer ihn gerade macht: die veröffentlichte Meinung, die Union, Parteimitglieder oder Ex-Genosse Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Zu einer getroffenen Entscheidung muss man stehen

Der SPD-Parteivorsitzende hatte direkt nach der Wahl entschieden, in die Opposition zu gehen. Das konnte man damals schon kritisieren. Undemokratisch ist es nicht. Unanfechtbare Entscheidungen gibt es im politischen Betrieb nicht. Wer aber in die Politik geht und Kanzler werden will, muss vor allem eins können: Zu einer einmal getroffenen Entscheidung dann auch stehen, sie gegebenenfalls durchboxen. Doch Schulz hat nicht einmal den Mumm, sich wenigstens selbst zu korrigieren. Nein, er möchte die Parteibasis befragen, ob er jetzt eben doch in eine GroKo – „wurde abgewählt" – gehen soll. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, sagte er am Freitag auf dem Juso-Parteitag: „Ich strebe gar nix an".

Wie würde ein solch entscheidungsschwacher Mensch Deutschland gegenüber Putin, Trump oder Erdogan vertreten? In Situationen, in denen entschieden werden muss, und Entscheidungen schwerwiegende Konsequenzen haben können. Niemals ganz eindeutige, sondern schwierig abzuwägende. Und dann auch zu dem stehen, was man beschlossen hat. Und das ganz alleine, ohne vorherige Mitgliederbefragung.

Der reale Zwerg

Für Martin Schulz muss das ein Albtraum sein. Es ist gut, dass er ihm erspart bleibt. Martin sollte weiter in Ruhe davon träumen, wie sich der Scheinriese wieder in ein wichtiges Amt weit weg von Berlin begibt. Da könnte er dann endlich wieder alle überragen. Zum Schein. Die SPD kann das nicht. Aber sie bekommt ihre Pöstchen ja in Berlin und ist inzwischen auch mit der Rolle des realen Zwergs zufrieden, meint Ihr

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Start einer neuen Artikelserie in FUCHS-DEVISEN

Kryptowährungen fahrlässig vernachlässigt

Kryptowährungen stehen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Zu Unrecht wie wir meinen. Copyright: Picture Alliance
Kryptowährungen stehen in Deutschland bisher nicht hoch im Kurs. Selbst hinter europäischem Durchschnitt bleiben die Deutschen bei der Bitcoin-Nutzung weit zurück. Doch mit den Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Zahlungsverkehr sollten sich Unternehmer unbedingt beschäftigen. Die Redaktion FUCHS-DEVISEN startet eine neue Serie und macht die Möglichkeiten von Kryptowährungen transparent.
  • Fuchs plus
  • Deutsche Lichtmiete

Anleihe mit Strahlkraft

Bestehende konventionelle Beleuchtungssysteme werden durch effiziente LED-Technik ersetzt. Unternehmen müssen diese aber nicht teuer kaufen, sondern mieten sie. Mit der Anleihe der Deutschen Lichtmiete kann man in dieses Geschäftsmodell nun investieren.
  • Fuchs plus
  • Die Kompromisslinie für CDU und CSU im Asylstreit

Der Schwarze Peter läge bei der CSU

Steht die "Merkel-Dämmerung" an diesem Wochenende an? Copyright: Picture Alliance
Nur noch wenige Tage, dann entscheidet sich das Schicksal der 70jährigen Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU im Bund. Auf beiden Seiten wird kalkuliert, was der Bruch für Folgen hätte. Und wie der Kompromiss aussehen könnte.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bundeshaushalt unter Druck

Für die Wirtschaft bleibt nichts übrig

Bundesfinanzminister Scholz lässt keine Luft für Steuerermäßigungen.
Die finanziellen Puffer im ersten Bundeshaushalt von Olaf Scholz schmelzen dahin. Damit der Plan für 2019 umgesetzt werden kann, werden die stillen Reserven zulasten der Wirtschaft aufgebraucht.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Werte und Individualität – mit kleinen Abstrichen

Die LGT Bank hat die grüne Ampel verdient.
"Wir legen Wert auf Werte" – so präsentiert sich die LGT im Netz und verspricht professionelle Anlagekompetenz sowie individuelle Beratung für private und institutionelle Anleger. 3.188 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung der Fürstenfamilie von Liechtenstein weltweit um die Kunden. Wir gehen mit hohen Erwartungen ins Gespräch – und werden in weiten Teilen nicht enttäuscht.
  • Fuchs plus
  • Bethmann Bank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

So geht Echtes.Private.Banking

Die Bethmann Bank hat die grüne Ampel verdient.
Die Bethmann Bank legt Wert auf ihre lange Tradition. Auf der Webseite wie auch in der Unternehmenspräsentation ist ein Blick in die Geschichte erster Programmpunkt. Der Anspruch der Bank ist es, mit „echtem Private Banking" den persönlichen Anspruch des Kunden zu erfüllen. Wir wollen den gewissen Unterschied kennenlernen.
Zum Seitenanfang