Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
547
Gedanken zur Wahlniederlage der SPD in Schleswig-Holstein

Trauerklöße wählt man nicht

Ist der Schulz-Zug ohne Zwischenhalt schon in den Endbahnhof eingelaufen? Über die Gründe des erneuten Misserfolgs der SPD bei einer Landtagswahl hat sich Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber seine eigenen Gedanken gemacht.
Optimismus verbreiten: So hatte Martin Schulz vor fünf Monaten seine Karriere als SPD-Kanzlerkandidat begonnen. Das hatte ihm innerparteilich 100% Zustimmung gebracht und als Kontrastmittel zur meist traurig dreinblickenden und von Selbstzweifeln gepackten Kanzlerin auch beim wählenden Publikum gewirkt. Mit Miesepeterei hat Schulz dann weitergemacht. Die Gerechtigkeitsdebatte, die die SPD zum Wahlkampfthema aufbauschen wollte, setzt auf einem traurigen Gesellschaftsbild auf. Miese Jobs, Verarmung, wohin der Sozialdemokrat sieht. Ergebnis: Ein Knick in der Zustimmungskurve. Und eine verlorene Wahl im Saarland. Trauerklöße wählt man nicht. Schon gar nicht, wenn es dazu wirtschaftlich keinen Anlass gibt. Das hat sich nun auch im Hohen Norden der Republik gezeigt. Dem heimlichen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, der den Berlin-Flüchtling Torsten Albig neben sich Ersten Mann spielen ließ, ist das vermeintliche Elend dieser Republik fest in die Gesichtszüge geschrieben. Er ist der Spin doctor der sozialdemokratischen Retro-Kampagne. Gewonnen haben stets die Optimisten. Erst Annegret Kramp Karrenbauer (CDU) im Saarland. Jetzt Daniel Günther (CDU), Wolfgang Kubicki (FDP) und Monika Heinold mit Pate Robert Habeck (Grüne) in Schleswig-Holstein.

Fazit: Sie werden auf Jamaica setzen. Denn in dieser Koalition steckt nun (fröhliche) Musik drin. Sie könnte glatt die Vorlage für das nächste Bündnis im Bund werden. Fehlt nur noch eins: ein Kanzlerkandidat, der Optimismus verbreitet, meint Ihr Ralf Vielhaber

Meist gelesene Artikel
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

LGT präsentiert stimmig, aber nicht ganz rund

Mit insgesamt 77,3 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die LGT Bank AG ein Gut und Platz 12 in der Gesamtwertung.
Die LGT Bank zeigt ihre Kompetenz auch im Anlagevorschlag. Der ist zwar nicht ganz rund, aber in sich stimmig. Nur in einem Aspekt setzten wir ein Fragezeichen.
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Vontobel Europe legt zu viel Euro ins Depot

Mit insgesamt 61,5 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Bank Vontobel Europe AG nur einen Platz im weiten Feld in der Gesamtwertung.
Die Bank Vontobel Europe wünscht im Anlagevorschlag "Viel Freude beim Lesen". Doch die will nicht so recht aufkommen. Stellenweise ist uns eher zum Weinen.
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Capitell zeigt, was ein Protokoll wert ist

Mit insgesamt 75,7 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Capitell Vermögens-Management AG ein Gut und Platz 15 in der Gesamtwertung.
Capitell nimmt uns im Beratungsgespräch positiv mit. Doch offensichtlich täuschte der Eindruck, dass der Berater wirklich gut zugehört hat. Und dann reiht sich ein weiterer Fehler gleich daran an.
Neueste Artikel
  • Einkauf auf hoher See

Seefrachtmarkt schlägt hohe Wellen

Insider warnen Risikofaktoren der Schiffahrtsindustrie. Copyright: Picture Alliance
2018 wird in Sachen Seefracht volatil und schwer planbar. Verschuldung der Schifffahrtsindustrie, Pleiten, Fusionen und der Gigantismus auf den Weltmeeren schüren die Unsicherheit. Experten warnen vor Unterbrechungen der Lieferkette.
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Globalance lässt die Geldpersönlichkeit leben

Mit insgesamt 73,7 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Globalance Bank AG ein Gut und Platz 19 in der Gesamtwertung.
Die Globalance Bank versteht, was ein USP ist – ein Aspekt, der ein Haus einzigartig unter vielen macht. Was sie lernen muss, ist, dass das gut ist, aber noch nicht gut genug, um den Gesamtmarkt zu überflügeln.
  • Griechische Staatsanleihen

Anleger stehen im Regen

Staatsanleihen sind schon lange keine sichere Bank mehr. Nach der Umschuldung Griechenlands 2012 stehen nun etliche Privatanleger im Regen
Zum Seitenanfang