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Europa im Wettbewerb der Systeme

Was ist, wenn Trump Erfolg hat?

Ralf Vielhaber, Chefredakteur Fuchsbriefe
US-Präsident Donald Trump scheint erledigt, glaubt man den täglichen Medienberichten: moralisch ohnehin, aber auch wirtschafts- und sicherheitspolitisch. Doch inzwischen hat er mit seiner ungeschickt wirkenden, rigorosen Vorgehensweise durchaus Erfolge. Was macht Europa, wenn sich das fortsetzt?

Nach einem Jahr Amtszeit sitzt der angefeindete US-Präsident Donald Trump noch immer fest im Sattel. Er hat sich bisher als skandalfest erwiesen. So unmöglich er sich auch verhält und äußert, so sehr die Medien auch gegen ihn trompeten, er zieht seine Agenda durch. Und das zumindest in Teilen mit Erfolg: der Rückbau von Obamacare, die Absage an TPP, an das Pariser Klimaschutzabkommen, die Durchsetzung einer Steuerreform, die Europas Politiker ins Schwitzen bringt und jetzt auch noch der anstehende Mauerbau an der Grenze zu Mexiko.

Veraltetes Programm

Alle Welt ist sich einig: Sein Programm ist von gestern. Er führt die USA ins weltpolitische und handelspolitische Abseits, diskreditiert ihr Ansehen, mindert ihren Einfluss, ruiniert sie wirtschaftlich. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos prallten die unterschiedlichen Ansichten insbesondere der Europäer und der US-Administration aufeinander.

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