Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
629
Deutschlands Finanzminister predigt das Ende der fetten Jahre

Wo ist nur das „Fett“ geblieben?

„Die fetten Jahre sind vorbei", lässt sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in diversen Interviews zum Jahresende vernehmen. Fuchsbriefe Chefredakteur Ralf Vielhaber hat einmal genauer hingeschaut, wo Deutschland Fett für magere Jahre angesetzt hat. Dabei gibt der Staat überhaupt keine gute Figur ab.

Die fetten Tage sind vorbei. Die fetten Jahre auch. Hat unser Finanzminister gerade festgestellt. Doch man fragt sich unwillkürlich: Wo haben wir in Deutschland eigentlich Fett angesetzt? Fett, dass wir in magereren Zeiten „verbrennen" können? Jedenfalls nicht bei der Verkehrs-Infrastruktur einschließlich Bahn. Die ist in weiten Teilen marode. Gewiss nicht im Bildungsbereich. Der ist teilweise ebenfalls bemitleidenswert. Und bei der Kinderbetreuung müht sich die GroKo gerade erst mit dem Gute-Kita-Gesetz um bessere Betreuung in der Fläche.

Ganz bestimmt kein Fett angesetzt haben wir bei der digitalen Infrastruktur. Da war lange Zeit Schmalhans Küchenmeister. Dito bei der inneren und äußeren Sicherheit. Mal abgesehen von der Sonderbelastung von Polizei und Behörden durch den gewaltigen Zuzug von Flüchtlingen aller Art – wann sieht man Polizei schon mal Streife fahren? Im öffentlichen Raum ist sie kaum präsent. Und für die äußere Sicherheit gibt der Bund lange nicht die der Nato zugesagten 2% vom BIP aus (sondern 1,24%).

Wo ist also das Geld geblieben? Die Staatsschuld sank seit 2010 von fast 81% (2010) auf mittlerweile wieder unter 60% (Maastricht-Grenze). Die Nullzinsen sind aber kein Verdienst der GroKo. Der Staat spart Jahr für Jahr zweistellige Milliardenbeträge an Zinszahlungen.

Wirtschaftsleistung und Schulden

Solide wirtschaftet der Staat nicht. Denn die impliziten Schulden – die Versprechungen an künftige Generationen für Rente, Gesundheit, Pflege sowie Eventualverbindlichkeiten – betragen weitere 106% vom BIP. Das ist Mittelfeld in Europa. Zusammen genommen steht selbst Italien mit 122% Gesamtschuldenquote vom BIP besser da (Deutschland 170%).
Fett sieht es bei Steuern und Abgaben aus. Laut OECD beträgt die hiesige Quote fast 50% der Arbeitskosten. Das ist zweitletzter Platz in Europa. Leistung soll sich lohnen? In Deutschland eine Lachnummer.

Fazit:

Fette Jahre gab es für den Staat, nicht für die Bürger. Daraus hat dieser verdammt wenig gemacht. Vielleicht denken CDU/CSU und SPD mal darüber nach, wenn sie wieder überlegen, warum sie beim Wähler nicht mehr ankommen. Dem gehen nämlich langsam die Augen auf. Und die werden noch größer, wenn bald die mageren Jahre bevorstehen, glaubt Ihr

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Zürcher Kantonalbank Österreich | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Zürcher Kantonalbank Österreich: Ein wenig geschönt

Die Zürcher Kantonalbank Österreich erhält in der Gesamtwertung das rating »Befriedigend«.
Die Zürcher Kantonalbank Österreich ist eine Bank, die das „Beste aus zwei Welten" verbinden will: der Welt der schweizerischen Universalbank mit der Welt des Private Bankings in Österreich. Doch nach dem Studium des Anlagevorschlags hoffen wir, dass dies nicht schon das Beste gewesen ist, was die Bank zu bieten hat.
  • Fuchs plus
  • Ohne Erlaubnis droht die Kündigung

Werkstatt: nicht im Wohnhaus

Der unerlaubte Betrieb einer Werkstatt in einem Wohngebäude berechtigt den Vermieter zur Kündigung.
  • Fuchs plus
  • Unterschiedliche IPO-Aktivitäten dies- und jenseits des Atlantiks

Der deutsche IPO-Markt kommt nicht in Schwung

Fuchs-IPO Chefredakteur Stefan Ziermann
Während es in den USA interessante IPOs zu finden gibt, herrscht in Deutschland scheinbar Ebbe. Das Marktumfeld schreckt offenbar die deutschen Anleger ab, den US-amerikanischen Investoren scheint das jedoch nicht zu stören. Stefan Ziermann, Fuchs-IPO Chefredakteur, kommentiert den aktuellen IPO-Markt.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • quantagon financial advisors GmbH, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Passabel im Ansatz, Lücken im Detail

Die quantagon financial advisors GmbH hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
Insgesamt ist der Auftritt der quantagon financial advisors GmbH wenig aufsehenerregend – weder in positiver noch in negativer Hinsicht. Zwar liefert die Vermögensverwaltung einen Vorschlag mit passablem Ansatz ab. Doch daneben gibt es zu viele Ungereimtheiten und Lücken.
  • Fuchs plus
  • Rothschild & Co. Vermögensverwaltungs GmbH, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Von der Stange ist zu wenig

Die Rothschild Vermögensverwaltungs GmbH hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
Ein großer historischer Name: Rothschild. Da sind die Erwartungen natürlich hoch. Doch was der Kreuzberger Kinderstiftung schließlich als Anlagevorschlag geliefert wird, ist bestenfalls Marktdurchschnitt. Es ist nicht zu erkennen, dass man sich die Mühe eines individuellen Angebots gemacht hat.
  • Fuchs plus
  • ActivTrades

Beinahe Spitze

Bei ActivTrades begegnet uns ein Broker, der in allen Kategorien hohe Punktzahlen erbringt. Nur in einer leider nicht, sonst wäre ein noch höherer Platz greifbar.
Zum Seitenanfang