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Internationale Umfrage zeigt extremes Beliebtheitsproblem für Merz

Morning Consult Umfrage: Merz und Macron weltweit Schlusslicht

Nur zwei Regierungschefs sind weltweit am Ende der Beliebtheitsskala angelangt: Friedrich Merz und Emmanuel Macron. Eine aktuelle Morning-Consult-Umfrage zeigt zugleich, dass Asien dominiert, Javier Milei überrascht und Trump, Meloni sowie Erdoğan gleichauf liegen. FUCHSBRIEFE erklären die Folgen für politische Stabilität und wirtschaftliche Planung.

Die politische Temperatur weltweit verändert sich messbar. Eine aktuelle Auswertung des US-Meinungsforschungsinstituts Morning Consult zeigt, wie stark die Zustimmung zu Regierungschefs auseinanderläuft. Auffällig ist vor allem das Schlusslicht: Nur ein Regierungschef ist derzeit so unbeliebt wie Friedrich Merz – Emmanuel Macron. Sie stechen selbst Keir Starmer in Großbritannien – im negativen Sinne – aus. 

Beide kommen in ihren Ländern nur noch auf Zustimmungswerte um oder unter 20 Prozent. Damit bilden Deutschland und Frankreich das Ende der Skala unter 24 untersuchten Demokratien. Für die politische Handlungsfähigkeit beider Regierungen ist das ein klarer Risikofaktor. Die Umfrage stammt aus dem März 2026.

Asien führt, Argentinien überrascht

An der Spitze stehen drei Politiker aus Asien und Europa. Narendra Modi (Indien) bleibt mit 68 Prozent Zustimmung der weltweit populärste Regierungschef. Ihm folgen Guy Parmelin aus der Schweiz und Lee Jae myung aus Südkorea mit jeweils 62 Prozent. Die Werte messen den Anteil der Befragten, die die Regierungsarbeit ausdrücklich befürworten

Auffällig früh im Ranking erscheint Javier Milei. Der argentinische Präsident erreicht 56 Prozent Zustimmung und liegt damit vor den meisten westlichen Amtskollegen. In Deutschlands linkem politischen Spektrum und in großen Teilen der Medien wird Milei wegen seines radikalen Reformkurses überwiegend kritisch gesehen. Die Umfrage zeigt jedoch eine stabile innenpolitische Legitimation.

Gleichstand im politischen Mittelfeld

Im Mittelfeld liegen mehrere international bekannte Namen nahezu gleichauf. Giorgia Meloni (Italien), Recep Tayyip Erdoğan (Türkei) und Donald Tusk (Polen) kommen jeweils auf rund 40 Prozent Zustimmung. Auch US-Präsident Donald Trump liegt mit 39 Prozent in diesem Korridor. Die Unterschiede bewegen sich im statistischen Minimalbereich.

Diese Werte deuten auf begrenzte politische Spielräume hin. Regierungen mit Zustimmungswerten um 40 Prozent verfügen meist über stabile Wählerkerne, sind aber anfällig für wirtschaftliche oder außenpolitische Schocks.

Warum Putin und Xi fehlen

Wladimir Putin und Xi Jinping tauchen in der Rangliste nicht auf. Der Grund ist methodisch. Morning Consult erhebt Zustimmungswerte nur in demokratischen Staaten mit frei zugänglichen Onlinebefragungen. Autokratisch regierte Systeme werden ausgeschlossen, weil Zustimmung dort nicht vergleichbar erhoben werden kann.

Andere Umfragen, die hohe Zustimmungswerte für Putin oder Xi ausweisen, basieren auf rein nationalen Erhebungen ohne internationale Vergleichsgrundlage. Morning Consult verzichtet bewusst auf solche Daten. 

So arbeitet Morning Consult

Morning Consult befragt kontinuierlich Erwachsene in den jeweiligen Ländern online. Die angegebenen Werte sind gleitende Sieben-Tage Durchschnitte. Das bedeutet, tägliche Schwankungen werden statistisch geglättet, um kurzfristige Ausschläge zu reduzieren. Die Stichproben werden nach Alter, Geschlecht und Region gewichtet.

Erfasst wird die Zustimmung zur aktuellen Regierungsarbeit. Die Ergebnisse spiegeln keine Wahlabsichten wider, sondern die aktuelle politische Stimmungslage im jeweiligen Land. Genau das erklären FUCHSBRIEFE für die unternehmerische Einordnung. 

Fazit: Niedrige Zustimmungswerte erhöhen politische Unsicherheit. Für Unternehmen bedeutet das steigende Risiken bei Regulierung, Steuern und Standortpolitik. Investitionsentscheidungen sollten sich stärker an politischen Stimmungsdaten orientieren und nicht nur an formalen Mehrheiten.

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