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Elon Musk: Parteigründung könnte Trumps Midterms 2026 gefährden

Musk plant die 'America Party' gegen Trump

© Photoshot / picture alliance
Elon Musk könnte die US-Politik aufmischen: Inmitten seiner Fehde mit US-Präsident Donald Trump droht er mit der Gründung einer neuen Partei, der "America Party". Experten halten eine ernsthafte Konkurrenz für unwahrscheinlich, doch Musk könnte mit gezielten Aktionen Trumps Machtgefüge bei den Midterms 2026 ins Wanken bringen.

Elon Musk könnte die US-Politik aufmischen und Donald Trump die Midterms 2026 vermiesen. Die Fehde zwischen den ehemals engen Freunden dauert seit Wochen an und erreicht einen neuen Höhepunkt. Aus Trotz auf Trumps "Big Beautiful Bills", die nun vom Senat genehmigt wurden, droht Musk mit einer Parteigründung: „Wenn dieses irrsinnige Ausgabengesetz verabschiedet wird, wird am nächsten Tag die 'America Party' gegründet“, schrieb er.

Ob Musk wirklich eine konkurrenzfähige Partei etablieren kann, ist fraglich. Diese Einschätzung teilt auch US-Experte Martin Klepper, mit dem FUCHSBRIEFE sprach. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts haben Drittparteien kaum Chancen, gegen Republikaner und Demokraten zu bestehen. Klepper betont: Störungen im System sind eher zu den Midterms oder nach Trumps Regierungszeit zu erwarten.

Republikaner an Trump gebunden

Nach Trumps Regierungszeit könnten die Republikaner in eine Identitätskrise stürzen. Ob Vize J. D. Vance die Partei zusammenhalten kann, ist ungewiss. Die potenzielle Partei von Musk „America Party“ könnte abtrünnige Republikaner auffangen und die Krise verschärfen. Abweichende Stimmen haben in der Partei derzeit kaum Raum. Zwei Abgeordnete haben sich erst kürzlich aus der Politik zurückgezogen.

Musk wird Schwierigkeiten haben, breite Wählerschichten zu mobilisieren – aber das muss er nicht zwingend. Musk macht Politik für eine Minderheit, die Superreichen und Tech-Eliten. Musk verfügt aber über enorme finanzielle Mittel und starke Medienvernetzung, die seiner Agenda Reichweite bringen. Gegen Trump könnte es schon reichen, wenn er regelmäßig öffentlich gegen ihn wettert und damit Einfluss auf die Midterms nimmt, führt Klepper aus. Eine Unruhestifterpartei wäre dafür nicht zwingend nötig.

Trumps Machtgefüge in Gefahr

Unterstützt Musk in Swing States gezielt Trumps Gegner, kann das das Machtgefüge verschieben. Bei den Midterms sind 40 Sitze im Repräsentantenhaus und sieben Senatsposten umkämpft. Eine Unruhestifterpartei oder gezielte Finanzierung gegnerischer Kandidaten könnte die Sitzverteilung verändern, insbesondere, da Musk einst selbst Demokrat war. Eine Disruption von Trumps Machtbasis scheint möglich.

Fazit: Ob Tech-Milliardär Elon Musk seinen Ankündigungen Taten folgen lässt, ist offen. Er könnte aber in jedem Fall Unruhe stiften. Genügend Geld und Kontakte hat er. Das könnte Trump die Midterms verhageln.

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