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Regulatorik und Interesse nehmen zu

Nachhaltige Geldanlagen stehen auch 2023 im Fokus der Finanzwirtschaft

Grüne Finanzen. © Nadya So / Getty Images / iStock
Angesichts des Ukraine-Kriegs fragten sich im Jahr 2022 viele, ob nachhaltige Geldanlagen nicht doch eher ein "Schönwetterthema" seien, eine Modeerscheinung, die nun wieder zurückgedrängt wird. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Im Jahr 2023 wächst der Markt für nachhaltige Geldanlagen durch zwei große Treiber. Es sind einerseits die zunehmende Regulatorik. Andererseits nimmt das Interesse von privaten und institutionellen Kunden an nachhaltigen Geldanlagen zu. Das wird weiter Gelder in Milliardenhöhe in grüne Investments kanalisieren und damit auch deren Performance stützen.

Regulierung erhöht den Transformationsdruck

Ein erster regulatorischer "Brocken" im Bereich grüne Finanzen trat zum 01.01.2023 in Kraft. Neue Datenstandards verpflichten Finanzmarktteilnehmer die Nachhaltigkeitsangaben ihrer Produkte (z.B. Fonds) offenzulegen. In der Theorie sollen die Produkte so für Kunden transparenter werden. In der Praxis hat kaum ein Unternehmen die Daten, um alle Felder des bereits ohne Angaben fünf Seiten langen Fragebogens auszufüllen (FB vom 01.08.2022). Für Kunden ist die Datenfülle kaum erfassbar. Banken sollen ihre Kunden nicht verwirren, doch "die Templates machen dieses Unterfachen nicht einfacher, im Gegenteil", konstatiert die Bundesfinanzaufsicht (BaFin). Gleichwohl: Kein Finanzmarktteilnehmer kommt dadurch an dem Thema mehr vorbei.

Um die Datenlücken zu schließen, werden die Berichtspflichten für Unternehmen ausgeweitet. Die bedeutendste ist die Ausweitung der CSR-Richtlinie (FB vom 30.06.2022). Zudem wurden noch im Dezember 2022 verbindliche Regularien für Methanemissionen entwickelt. FUCHSBRIEFE hatten Sie frühzeitig darauf hingewiesen, dass es zu diesem Schritt kommen wird (FB vom 28.06.2021). Hinzukommen die Maßnahmen der nationalen Gesetzgeber und die sich verschärfenden völkerrechtlichen Verpflichtungen (z.B. Artenschutzabkommen aus Dezember 2022).

Keine Wachstumsflaute in Sicht

Das Kundeninteresse wächst indes immer weiter. Laut den jüngsten verfügbaren Daten des Forums Nachhaltige Geldanlage, sind in Deutschland mehr als 500 Mrd. Euro in ESG-Anlagen investiert. Der größte deutschsprachige Markt ist mit Abstand die Schweiz mit einem grünen Anlagevolumen von nahezu 2 Bio. Euro. Bei den Eidgenossen liegt der Marktanteil nachhaltiger Investmentprodukte bereits bei über 50%, während Deutschland mit 10% Marktanteil noch weitaus mehr Wachstumspotenzial hat. 

Die Wachstumsraten werden weiterhin im zweistelligen Prozentbereich liegen (2020: +25%, 2021: +50%). Das zeigte sich bereits im vorigen Jahr, als nachhaltige Fonds weiter Mittelzuflüsse verzeichneten, während aus anderen Fonds Mittel abgezogen wurden. Einen grundsätzlichen Wandel wird auch der Ukraine-Krieg nicht auslösen, auch wenn im vorigen Jahr Aktien fossiler Unternehmen und Rüstungsherstellern eine Hausse erlebten.

Fazit: Die Nachhaltigkeits-Welle rollt im Jahr 2023 weiter.
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