Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1862
Mehr Mais oder doch nicht?

Nervosität im Mais-Handel

Am Markt für Mais herrscht Nervosität. Anlass ist ein Bericht des US-Agrarministeriums. Er lässt eine höhere Maisproduktion als zuvor gedacht erwarten. Doch ein wichtiger Aspekt wird dabei nicht bedacht. Er könnte alsbald zum Tragen kommen und die Erwartungen erneut zunichte machen.

Mais (Corn) | Prognosen umgepflügt

Heftige Kursbewegungen sehen wir derzeit beim Mais-Preis. Ein Short Squeeze (Eindecken leerverkaufter Terminkontrakte – siehe FD vom 24.05.) ließ den Preis des Agrarrohstoffs auf in der Spitze mehr als 460 US-Cent je Scheffel geradezu explodieren. Binnen eines Monats kletterten die Mais-Notierungen somit um mehr als 35%.
Zu Beginn dieser Woche kam der Maispreis dann plötzlich stärker unter Druck. Binnen weniger Handelsstunden sackten die Notierungen des richtungsweisenden Future-Kontrakts an der Warenterminbörse in Chicago (CboT) um rund 10 % ab.

US-Landwirtschaftsministerium verunsichert die Anleger

Hintergrund war ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums USDA. Es ging um die aktuellen Lagerbestände sowie die endgültigen Anbauflächen in den USA. So hatte sich die bestellte Fläche gegenüber den ursprünglichen Anbauplänen im März kaum verringert. Laut den jüngsten Erhebungen der USDA wurden 91,7 Mio. Morgen Land mit Mais bepflanzt. Der Median einer Reuters-Umfrage lag bei 86,6 Mio. Morgen – die Spanne der Prognosen zwischen 82 und knapp 90 Mio. Morgen. Die nun veröffentlichten Zahlen weckten die Befürchtung, es könne nun doch mehr Mais als erwartet auf den Markt gelangen.
Inzwischen springt der Maispreis jedoch wieder deutlicher an. Mit 436 US-Cent je Scheffel hat Mais bereits knapp die Hälfte des jüngsten Kursverlustes wieder aufgeholt. Denn ob nun wirklich mehr Mais geerntet wird, ist unsicher. Analysten sprechen davon, dass US-Landwirte trotz der deutlich zu feuchten Böden Mais ausgesät haben, um sich für die Auszahlung von Versicherungsleistungen oder die von der Regierung wegen des Handelsstreits mit China in Aussicht gestellten Agrarhilfen zu qualifizieren. Ob dieser Mais dann wirklich zur Ernte kommt oder möglicherweise in den kommenden Wochen wieder umgepflügt wird, ist derzeit keinesfalls sicher.

Fazit

Die aktuellen Preisbewegungen bei Mais kann man durchaus als „Nervosität" bezeichnen.
Empfehlung: Wer unserer Long-Empfehlung gefolgt ist, sichert nun weitere Buchgewinne und passt den Stoppkurs nach oben an (ca. 410 US-Cent je Scheffel). Das entsprechende Mais-Zertifikat lautet auf die ISIN: DE 000 A0K RJV 8

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 23: Rendite, Risiko und Handel

BTV setzt sich ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 9 zeigt sich in Kalenderwoche 23 ein klares Kräfteverhältnis: Nur vier Vermögensverwalter schlagen das Benchmarkdepot, während die Mehrheit zurückbleibt. Gleichzeitig öffnet die schwache Entwicklung des Vergleichsmaßstabs ein seltenes Zeitfenster für aktive Strategien. Doch nur wenige nutzen diese Chance konsequent. Anleger erkennen immer deutlicher: Nicht Stabilität allein entscheidet, sondern die Fähigkeit, in schwierigen Marktphasen gezielt Mehrwert zu schaffen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 23: Vermögensmanager im Härtetest

Spitzengruppe um Deutsche Oppenheim und BW-Bank enteilt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 8 zeigt sich eine klare Zweiteilung: Während einige Vermögensverwalter den Benchmark deutlich übertreffen, bleibt ein großer Teil des Feldes hinter der Referenz zurück. Das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) liefert stabile Ergebnisse, überzeugt jedoch vor allem durch Kontrolle statt Dynamik. Wer aktuell wirklich Mehrwert liefert, entscheidet sich im Spannungsfeld aus Vermögenswachstum, Risikomanagement und konsequenter Umsetzung der Allokationsstrategie.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VII in KW 23: Stabile Woche, klare Divergenzen

Berliner Sparkasse setzt Akzent – Volksbank Kraichgau und DRH aktiv, Rest verharrt und schlägt teils dennoch die Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Projekt 7 präsentiert sich in dieser Woche bemerkenswert ruhig – und gerade darin liegt die eigentliche Dynamik. Während mehr als 90 % der Teilnehmer keinerlei Veränderungen vornehmen, nutzt die Berliner Sparkasse gezielt die Zinsbewegung zur Umschichtung. Volksbank Kraichgau und DRH Vermögensverwaltung bleiben punktuell aktiv. Die Vermögen steigen moderat, die Risiken divergieren deutlich. Auffällig ist jedoch: Viele Häuser übertreffen die Benchmark ganz ohne Handelsaktivität. Lesen sie hier.
Zum Seitenanfang