Irankrieg treibt Chemieumsätze
Der Iran-Krieg beflügelt die Chemie-Umsätze. BASF hat zum Halbjahr erneut gute Zahlen geschrieben. Die Ludwigshafener übertrafen mit einem EBITDA von 2,4 Mrd. Euro vor Sondereinflüssen die Erwartungen und hoben sogar die Jahresprognose auf eine Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an. Ein Grund: der weltgrößte Chemiekonzern kann wegen Lieferkettenprobleme asiatischer Konkurrenten höhere Verkaufspreise durchsetzen, seine die Margen verbessern und neue Kunden gewinnen.
Was für die BASF gilt, gilt aber auch für Bayer, Covestro oder Evonik, die Anfang August Zahlen vorlegen. Sie hatten schon im 1. Quartal vom Konflikt in der Golfregion profitiert. Und selbst das Management von Lanxess, das im März noch ein schlechtes Ergebnis veröffentlichte, kalkuliert nun wegen des andauernden Krieges mit einer deutlichen Belebung des Geschäfts.
Umsatztreiber Krieg
Das wird auch so weitergehen: Teheran und Washington sind weit von einem Friedensschluss entfernt. Bombardements stehen auf der Tagesordnung, die Straße von Hormus bleibt gesperrt. Kurzum, Donald Trumps Irankrieg ist ein Umsatztreiber für deutsche Chemiekonzerne.