Mais-Preis zieht an
Der Maispreis ist heiß und wird noch heißer. In dieser Woche sprang der Preis des richtungsweisenden Terminkontrakts auf Mais an der Warenterminbörse in Chicago (CboT) auf 503,50 US-Cent je Scheffel und erreichte damit ein neues Zwei-Jahres-Hoch. Vor einer Woche handelte Mais noch bei 433 US-Cent je Scheffel. Damit hat sich der Maispreis binnen Wochenfrist um satte 16% verteuert.
Wetterbedingungen bremsen Mais aus
Widrige Wetterbedingungen setzen dem Maispreis derzeit zu. Häufige Regenfälle im östlichen „Corn Belt“ sowie eine Hitzewelle, die den Süden der USA und das Herzstück des Mittleren Westens erfasst hat, treiben Maishändlern Sorgenfalten auf die Stirn.
Zudem hat die laufende „ProFarmer Tour“ Ertragspotentiale aufgezeigt, die in Ohio und South Dakota deutlich unter den bisherigen Erwartungen liegen. In seinem wöchentlichen Bericht zum Erntefortschritt (Crop Progress Report) senkte das US-Landwirtschaftsministerium USDA zudem den Anteil der Maisbestände mit der Bewertung „gut bis ausgezeichnet“ um einen Prozentpunkt auf 60%. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 71% gelegen.
Mais-Preis auf dem Weg nach oben
Auch in Europa, insbesondere in Frankreich, hinterlässt die Trockenheit ihre Spuren. Hier prognostiziert das Statistische Ministerium Agreste eine Körnermaisernte von nur noch rund 9,0 Mio. Tonnen. Dies entspricht einem dramatischen Rückgang von etwa 35% im Vergleich zum Vorjahr. Damit wird in Frankreich die kleinste Maisernte seit 1980 erwartet.
Aus technischer Sicht rückt nun der Kurswiderstand um 518 US-Cent je Scheffel in Schlagdistanz. Wird dieser überwunden, ist der Weg bis etwa 647 US-Cent je Scheffel frei.