Sojabohnen dürften noch teurer werden
Still und leise schleicht sich der Sojabohnenpreis nach oben. Mit aktuell rund 1.244 US-Cent je Scheffel handelt der richtungweisende Sojabohnen-Kontrakt an der Chicagoer Terminbörse CboT inzwischen nur noch wenige Cent unter seinem Jahres- bzw. Drei-Jahres-Hoch von 1.266 US-Cent je Scheffel.
Daten der National Oilseed Processors Association (NOPA) zeigen, dass die NOPA-Mitglieder im Juli 216,647 Mio. Scheffel Sojabohnen verarbeiteten. Das sind 1,1% mehr als im Juni und 10,7% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum (195,699 Mio. Scheffel).
Unsichere Ernteaussichten
Unterstützt wird der Sojabohnenpreis durch die Unsicherheit über die US-Ernteausichten. Jüngste Feldbewertungen in den USA wiesen auf unterdurchschnittliche Sojabohnenschoten-Zahlen in Indiana und Nebraska hin. Übermäßiger Regen in Teilen der Region lassen aber Zweifel an den potentiellen Erträgen aukommen. Das US-Landfwirtschaftsministerium USDA hatte zudem kürzlich seine Erteprognosen gesenkt und die Zustandsbewertungen der Soja-Anbauflächen behabgestuft, was die Bedenken hinsichtlich des Angebots verstärkt.
Die Nachfrageaussichten bieten zusätzliche Unterstützung für den Sojapreis, insbesondere aus China. Das USDA bestätigte den Verkauf von 136.000 t US-Sojabohnen an China für die Lieferung während der Saison 2026/27, während Händler berichteten, dass chinesische Käufer kürzlich mehr als 7 Mio. t gebucht haben.