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Russland und Ukraine treiben den Weizenpreis

Weizen-Preis klettert weiter

(c) Pexels
Die Weizenpreise steigen rasant, getrieben durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Während die Marktteilnehmer eine erhöhte Nachfrage erwarten, sind die Ernteaussichten unsicher - außer in Australien.

Die Weizenpreise sind weiter kräftig im Aufwind. Der Preis für den richtungweisenden Terminkontrakt auf Weizen an der Warenterminbörse in Chicago sprang zur Wochenmitte um satte 6,9% nach oben und schloss auf dem Tageshöchstand bei 748,25 US-Cent je Scheffel. Am Donnerstag ging die Rally weiter. 

Auf dem Markt wächst die Sorge über den Ausfall russischer und ukrainischer Lieferungen an den Weltmarkt. Die diplomatischen Gespräche zwischen Moskau und Kiew stecken in einer Sackgasse, während die gegenseitigen Angriffe der beiden Länder in kritischem Ausmaß andauern. 

Australiens Weizenernte wird gut

Auf der anderen Seite rechnen die Marktteilnehmer nach einem verhaltenen Start in das Wirtschaftsjahr mit einem raschen Anstieg der internationalen Nachfrage. Noch wird der Importbedarf durch das Angebot aus der südlichen Hemisphäre gedeckt. Vor allem in Australien, dem drittgrößten Weizenexporteur der Welt, haben sich die Ernteaussichten wegen rechtzeitigem Regen in vielen Anbaugebieten verbessert. Damit könnte in dieser Saison mehr Weizen aus Australien als bisher prognostiziert auf den Markt gelangen. Schlechte News kommen hingegen aus den USA, wo das US-Landwirtschaftsministerium USDA in seinem jüngsten Crop Progress-Bericht erneut die Verschlechterung inländischen Anbaubedingungen aufzeigt.

Aus technischer Sicht rückt der Kurswiderstand um 800 US-Cent je Scheffel in den Fokus. Klettert der Weizenpreis über diese Hürde, warten bis etwa 955 US-Cent je Scheffel keine nennenswerten Widerstande mehr.

Fazit: Die Lage am Weizenmarkt engt sich weiter ein. Etwas Entlastung könnte eine bessere australische Ernte bringen, doch zunächst überwiegen Angebotssorgen. Mit einem ungehebelten Weizen-ETC (Beispiel ISIN: JE 00B N7K B66 4) können Anleger steigenden Weizenpreise profitabel nutzen.
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