Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1144
Wenn Werbungskosten geltend gemacht werden

Nießbrauch muss endlich sein

Nießbrauchsregelungen haben so ihre Tücken. Der BFH hatte sich jetzt mit einem Fall zu beschäftigen, in dem ein Erbe seiner Schwester deren Grundstücksanteil abkaufte und Werbungskosten für die Schuldzinsen geltend machen wollte. Doch dem kam ein Nießbrauchsrecht dazwischen.

Nießbrauch kann tückisch sein ... So können Sie als Eigentümer eines mit dem lebenslänglichen Nutzungsrecht eines Dritten (z.B. Nießbrauch) belasteten Mietwohngrundstücks keine Aufwendungen für das Grundstück bei der Einkommensteuer geltend machen. Der BFH lässt es nicht durchgehen, dies als vorab entstandene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zu werten, wenn ein Ende des Nutzungsrechts nicht absehbar ist. Das gilt für Schuldzinsen, Gebäudeabschreibung, Erhaltungsaufwendungen gleichermaßen.

Schuldzinsen bei unbefristetem Nießbrauch keine Werbungskosten

Der Kläger war zusammen mit seiner Schwester Eigentümer eines Mietwohngrundstücks. Dieses war mit einem Nießbrauch zugunsten der Mutter und einer Tante belastet. Mutter und Tante vermieteten das Objekt in Ausübung des Nießbrauchs und kassierten die Miete. Der Sohn kaufte seiner Schwester deren hälftigen Anteil am Grundstück ab. Dann wollte er die Abschreibung und die Schuldzinsen für die hinzugekaufte Hälfte bei der Steuer als Werbungskosten im Hinblick auf die künftige, bei Ende des Nießbrauchs geplante Vermietung absetzen. Da spielte der BFH aber nicht mit.

Fazit

Wenn sie in einer solchen Konstellation einen Kauf von Geschwistern vornehmen, sollte ein Nießbrauch, der auf der Immobilie lastet, klar befristet sein. Sonst geht Ihre Rechnung nicht auf.

Urteil: BFH IX R 20/17

Meist gelesene Artikel
  • Geldtipp-Podcast #7

Immobilien im Privatvermögen

Das Logo zum Geldtipp-Podcast. © Springernature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld. Diesmal im Fokus: Immobilien im Privatvermögen.
  • Fuchs plus
  • Analyse nach FUCHS-Bewertungskriterien

Platin vom Asteroiden

Asteroid fliegt an Erde vorbei. © adventtr / Getty Images / iStock
Auf der Erde werden manche Rohstoffe knapp. Doch im Weltraum ist das Potenzial schier unbegrenzt. Erste Abenteurer machen sich daher auf den Weg. Und mutige Anleger können sich per Token beteiligen.
  • Fuchs plus
  • Corona-Maßnahmen werfen Sonderverwaltungszone immer weiter zurück

Hongkong erneut in einer Rezession

Hafen von Hongkong. (c) XtravaganT - Fotolia
Zum zweiten Mal binnen drei Jahren ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong in die Rezession abgerutscht. Schuld daran sind vor allem die unverändert scharfen Corona-Maßnahmen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bald rollen H2-LKW über die Autobahnen

Mega-Deal in der Wasserstoff-Branche

Wasserstoff-LKW. © AA+W / stock.adobe.com
Es ist einiges los in der Wasserstoff-Wirtschaft. Als "Energieträger der Zukunft" planen immer mehr Firmen darauf umzusatteln. Im Verkehrsbereich hat nun das Unternehmen Clean Logistics den bislang "dicksten Fisch" an Land gezogen.
  • Fuchs plus
  • Pflanzen auf dem Dach sind mehr als nur ein Hingucker

Energieverbrauch senken, dank Dachbegrünung

Ökologische Architektur: Haus mit begrünter Fassade und Dach. © Arndale / stock.aobe.com
In Frankreich sind Dachbegrünungen auf Neubauten in Gewerbegebieten bereits seit einigen Jahren Pflicht. Das ist hierzulande nicht der Fall. Dennoch sollten gerade Unternehmen eine Bepflanzung ihrer Dächer in Erwägung ziehen.
  • Fuchs plus
  • Marktanalysten erwarten Preisspitze im vierten Quartal

Diesel wird noch teurer

Diesel wird in den Tank eines LKW gefüllt. © Stephen Dewhurst / stock.adobe.com
Diesel wird in den kommenden Monaten nochmals teurer, denn die EU hat bisher einen guten Teil des Kraftstoffs aus Russland importiert. Der Preisabstand zu Benzin wird stark ansteigen, so die Prognose wichtiger Energieanalysten.
Zum Seitenanfang