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Öl-Preis fällt weiter

Öl: China baut strategische Reserven auf

© Carlo Leopoldo Francini / Getty Images / iStock
Der Ölpreis gerät weiter unter Druck. Hoffnungen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs und eine mögliche Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland beeinflussen den Markt.Gleichzeitig erhöht China seine Rohölimporte, um strategische Reserven aufzufüllen. Wohin wird der Ölpreis unter diesen Bedingungen gehen?

Der Ölpreis steht erneut unter Druck. Hintergrund: Neue Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs und eine damit einhergehende Lockerung oder Aufhebung der US-Sanktionen gegen den russischen Ölsektor. Denn das in Tankern lagernde russische Öl würde dann leichter Abnehmer finden und die gegenseitigen Angriffe auf die Energieinfrastruktur würde aufhören, so die Spekulation. 

Der Preis für ein Fass leichtes US-Öl der Sorte West Texas Intermediate sank an der New Yorker Terminbörse NYMEX af rund 55 US-Dollar - ein neues Jahrestief. Eine deutliche Ausweitung des russischen Ölangebots ist jedoch unwahrscheinlich, da das Land an die Produktionsvorgaben der Opec+ gebunden ist und bereits nahe der eigenen Kapazitätsgrnze produziert. 

China baut strategische Öl-Reserven auf

Etwas Rückenwind für den Ölpreis kommt zudem aus China. Dort verarbeiteten die Raffinierien im November 60,83 Mio. t Rohöl und damit rund 4% mehr als im Vorjahr. Zudem hat das Reich der Mitte im November erneut mehr Rohöl importiert als für den eigenen Bedarf benötigt wurde. Stellt man die Daten zur Rohölverarbeitung denen zu den Rohölimporten und der heimischen Ölproduktion gegenüber, beläuft sich der daraus resultierende Überschuss auf 1,9 Mio. Barrel pro Tag. Dieses Rohöl dürfte dann erneut in den Aufbau der strategischen Ölreserven gegangen sein. 

Die Reservekäufe waren damit deutlich höher als in den vorherigen Monaten und so hoch wie zuletzt vor sieben Monaten. Nimmt man die ersten elf Monate zusammen, so belaufen sich diese Reservekäufe auf rund 1 Mio. Barrel pro Tag. China nutzt also das tendenziell niedrige Preisniveau um seine Ölreserven aufzufüllen. 

Hält der Boden bei 55 US-Dollar?

Aus technischer Sicht kommt dem Kursbereich um 55 US-Dollar je Barrel größe Bedeutung bei. Bislang hat der Ölpreis hier immer wieder nach oben gedreht. 

Fazit: In der Nähe des Jahrestiefs und der wichtigen 55-Dollar-Unterstützung dürfte nun erst einmal eine Gegenbewegung anstehen. Ein Ukraine-Frieden ist mehr oder weniger eingepreist und dürfte nicht mehr viel bewegen. Mit einem ungehebelten Öl-ETC (Beispiel ISIN: GB 00B 15K XV3 3) können Anleger von steigenden Ölpreisen profitieren.

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